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Freitag, 18. Juli 2025

Der Herr von Bombori

Legende einer Andennacht

Eine Geschichte von Dunkelheit, Mut und Schicksal
Die meisten Sagen beginnen im Nebel der Zeit, im Flüstern des Windes, der über uralte Höhen streicht. Doch die Geschichte vom Herrn von Bombori ist im Gedächtnis der Altiplano-Landschaft eingraviert wie die Spuren, die Hufe in feuchter Erde hinterlassen. Es war eine Nacht, in der der Atem der Welt selbst zu stocken schien, als ob sie die kommenden Ereignisse ahnte.

Legende einer Andennacht  Eine Geschichte von Dunkelheit, Mut und Schicksal Die meisten Sagen beginnen im Nebel der Zeit, im Flüstern des Windes, der über uralte Höhen streicht. Doch die Geschichte vom Herrn von Bombori ist im Gedächtnis der Altiplano-Landschaft eingraviert wie die Spuren, die Hufe in feuchter Erde hinterlassen. Es war eine Nacht, in der der Atem der Welt selbst zu stocken schien, als ob sie die kommenden Ereignisse ahnte.

Die Ankunft des Fremden
Die Nacht war undurchdringlich, ihr Mantel lag schwer auf dem Moos des Altiplano. Der Himmel war leer, als hätte er alle seine Sterne verschluckt, um der Erde ihre Dunkelheit zu lassen. Nur das gleichmäßige Klopfen der Pferdehufe zerschnitt die Stille. In der Ferne, zwischen den Schatten der Anden, näherte sich eine einsame Gestalt: ein Reiter, verborgen in einem Umhang, geführt von einem Instinkt, der stärker war als Angst. Er war gekommen von einem fernen Land, wo das Meer wild gegen felsige Küsten schlug, getrieben von Träumen von Macht, Gold und vielleicht auch von etwas, das er selbst nicht benennen konnte.
Er galt als gefürchtet und verehrt – der Herr von Bombori. Ein Name, der in den Dörfern gemurmelt wurde, als Warnung und als Hoffnungsschimmer gleichermaßen. Niemand wusste genau, was ihn trieb, doch seine Ankunft würde das Leben der Menschen im Schatten der Anden für immer verändern.

Die Prüfung der Nacht
Als der Reiter sein Pferd auf einem Hügel anhielt, um dem Ruf der Natur zu folgen, geschah das Unvermeidliche: Der Himmel, der bislang seine Unruhe verborgen hatte, brach auf. Ein Regen, schwer wie flüssiges Blei, ergoss sich über das Land, begleitet von einem Konzert aus Donner und grellen Blitzen, die wie Speere vom Firmament stürzten. Die Erde erbebte, das Vieh in den Gehöften der fernen Weiler schrie auf. Die Pferde, die bisher treu gewesen waren, gerieten in Panik. Mit wildem Augenrollen und zuckenden Muskeln rissen sie sich los, galoppierten in die Nacht hinein und ließen den Herrn von Bombori allein zurück, ein Mann gegen die Unermesslichkeit der Puna.

Jeder Atemzug wurde zu einer Prüfung, die Kälte biss in sein Fleisch, der Wind riss an seinem Mantel wie knochige Finger. Doch Verzweiflung war ihm fremd. Er war ein Mann, der sich selbst vertraute, der seinem Willen folgte, auch wenn alles gegen ihn sprach.

Die Reise ins Ungewisse
Mit entschlossenen Schritten begann er den Abstieg. Der schmale Pfad, der sich wie eine Narbe durch das Plateau zog, war rutschig und tückisch. Jeder Schritt konnte sein letzter sein, doch der Ruf eines fernen Feuers, das Flackern von Licht hinter winzigen Fenstern, verlieh ihm Kraft. Unter seinen Stiefeln knirschte der Kies, über seinem Kopf tobte der Sturm. Er ging weiter, bis die Umrisse von Pumpuri in Sicht kamen, damals nur ein armseliger Weiler, dessen Bewohner nicht ahnten, dass das Schicksal in dieser Nacht Einzug gehalten hatte.

Am Rande des Dorfes fiel sein Blick auf ein Lehmhaus, das größer und standhafter wirkte als die übrigen. Es leuchtete im Schein der Blitze wie eine Zuflucht in einer feindlichen Welt. Ohne zu zögern, trat er ein. Die Wärme des Ofens, das dumpfe Glimmen von Kohlen und das Flüstern von Stimmen umfingen ihn. In diesem Augenblick und an diesem Ort, fern aller bekannten Wege, fand der Herr von Bombori seinen Platz.

Die Legende wächst
Die Jahre vergingen, aber der Fremde blieb. Er wurde Teil des Dorfes, half beim Bau von Häusern, teilte seine Geschichten am Feuer und brachte neue Ideen aus der alten Welt mit. Doch seine Vergangenheit blieb ein Rätsel. Manche sagten, er könne mit den Geistern des Landes sprechen, andere behaupteten, er trage ein verborgenes Schwert aus Silber unter seinem Mantel. Kinder wuchsen auf und kannten keinen anderen Beschützer als ihn, und selbst die Ältesten suchten seinen Rat.

Es wurde erzählt, dass er eines Nachts, als das Dorf von einem Erdbeben bedroht war, allein hinausging und mit ernster Miene die Erde beschwor, still zu bleiben. Am nächsten Morgen war alles ruhig, und die Menschen glaubten fest daran, dass der Herr von Bombori seine schützende Hand über sie gehalten hatte.

Die Schatten der Vergangenheit
Doch das Glück war nie von Dauer. Eines Tages, als die Sonne wie flüssiges Gold über die Ebene rollte, tauchten Reiter am Horizont auf – Männer mit glänzenden Helmen und eisernem Blick, Abgesandte der fernen Krone, die gekommen waren, um den Herrn von Bombori an seine alten Schwüre zu erinnern. Sie forderten ihn auf, sich zu stellen, seine Sünden zu bekennen, doch der Herr lächelte nur ruhig. 
„Diese Erde hat mich gerettet,“ sprach er. „Hier bin ich kein Fremder mehr. Ich gehöre zu euch, so wie der Wind zu diesen Bergen gehört.“

Die Dorfbewohner stellten sich hinter ihn, mit Werkzeugen in den Händen und Entschlossenheit in den Augen. Die Boten der alten Welt zogen ab – besiegt nicht durch Waffen, sondern durch Zusammenhalt und Mut.

Das Vermächtnis des Herrn von Bombori
Der Herr von Bombori blieb bis ins hohe Alter im Dorf. Er wurde zum Symbol für jene Kraft, die aus Not Freundschaft und aus Fremdheit Heimat macht. Noch heute, wenn der Wind durch das Plateau jagt und Regen auf das Dach des alten Lehmhauses trommelt, erzählen die Menschen vom Reiter, der einst in einer Nacht voller Stürme kam und nie wieder wegging.

Kinder flüstern sich Geschichten zu: Wenn die Pferde in der Dunkelheit wiehern, ist es der Herr von Bombori, der über das Land reitet, immer wachsam, immer bereit, seine neue Heimat zu beschützen.

Im Herzen von Pumpuri – heute eine lebendige Stadt, geprägt von Legenden und dem Stolz ihrer Bewohner*innen – lebt die Erinnerung an jenen Mann weiter, der einst nur einen Unterschlupf suchte und eine Familie fand. Seine Geschichte ist ein Teil des Landes geworden, gewoben in die Träume derer, die unter dem endlosen Himmel aufwachsen.

Und so bleibt die Legende des Herrn von Bombori – gefürchtet und geliebt – als Echo jener Nacht, als die Dunkelheit sich mit Hoffnung mischte und aus einem verlorenen Reiter ein Held wurde.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Freitag, 27. März 2020

Rundbrief

Rundbrief Ostern 2020

die Frauen in Mojinete am Montag mit den weissen Fahnen

Liebe Missionsfreunde
Über unsere Karnevalsbräuche habe ich Euch ja schon ein paar mal berichtet. Karneval hat bei uns viel mit der Verehrung der “Pacha Mama“, der Mutter Erde, zu tun. Und so tanzen die Frauen in Mojinete am Montag mit den weissen Fahnen. Wir in der Pfarrei begannen Karneval mit einem Grillfest für meine Mitarbeiter am Sonntag und setzten die Rituale am “martes de ch´alla“ sehr früh fort, in der Hoffnung, Bier einzusparen. Um 6:00 Uhr legte der Katechet das Räucherwerk schon auf ein Blech mit der glühenden Holzkohle bei dem vor dem Pfarrhaus geparkten Toyo. Doch trotz der frühen Stunde füllte sich die Straße mit trommelden und in Ketchua singenden Karnevalisten. Ja, und der Bierkonsum war schließlich derselbe. Diejenigen, die vors Pfarrhaus kommen, sind normalerweise nicht meine treuen Kirchgänger, aber sie gehören eben auch zum Volke Gottes und freuen sich, dass der Padre mit ihnen schwätzt, ein Grundprinzip der Seelsorge. Am ersten Fastensonntag endet dann der Karneval für die Meisten bei unserem Doc im örtlichen Krankenhaus, der eben auch seinen Krankenwagen beräuchert. Und dann zieht die ganze Gruppe zu einem „wundersamen“ Churqistrauch, wo zu Ehren der Pachamama nochmals getanzt wird. In diesem Jahr ging gerade ein schweres Gewitter runter. Karnevalisten und die Musikband vom Colegio wurden klatschnass. Wir hatten am Aschermittwoch schon einen Gottesdienst mit Austeilung des Aschenkreuzes gehabt.
Ein paar Worte zur Politik. Nach außen hin hat sich die konfuse Lage wieder beruhigt. Am 3. Mai finden erneut Präsidentschaftswahlen statt. Der Ex-Präsident Evo Morales hat auf Einladung des linken argentinischen Präsidenten sein Asyl von Mexiko nach Argentinien verlegt. Trotz seines Rücktritts steht sein “Movimiento al Socialismo” aber gut da und wird mit einem anderen Kandidaten wohl wieder den Präsidenten stellen. Einmal an der Macht wird dieser den Evo Morales rehabilitieren und wieder ins Land holen. Und dann wird es weitergehen, wie es schon vorher war. Die Opposition ist sehr zerstritten und jeder möchte dort Präsident werden. So wird´s eben keiner und in 5 Jahren wird Evo wieder mit von der Partie sein. Der Vorwurf des Wahlbetruges und des Terrorismus schaden ihm wenig. Für die Campesinos zählen die Projekte und Vergünstigungen seiner letzten Amtszeit. Die Moral wird kleingeschrieben. Soviel dazu.

Brückenauffahrt nach Mojinete vom Wasser weggespült

Die diesjährige Regenzeit war durchwachsen. Wir hatten schwere Regenfälle bis trockene Perioden. Kurz vor Karneval wurde eine Brückenauffahrt nach Mojinete vom Wasser weggespült. Nach ein paar Tagen stand aber ein Provisorium und sie war pünktlich zu Karneval wieder befahrbar. In der Regenzeit sind die vollen Flüsse eben der Knackpunkt. Mir blieb es bislang erspart, eine Nacht im Auto verbringen zu müssen und darauf zu warten, dass das Wasser sinkt. Im Bus oder auf einem Lastwagen ist es noch unangenehmer. Da weinen die Kinder und rauben den Schlaf.

Was immer schon im Raume stand, ist eingetreten. Unser Potosiner Bischof wurde vom Papst zum Erzbischof von Sucre ernannt. Bis Ostern ist er noch der apostolische Administrator. Wer neuer Bischof von Potosí wird, ist wohl nur wenigen Insidern bekannt. Nun, warten wir ab, wen uns der Hl. Geist beschert.

Die wirtschaftliche Lage Esmoracas beginnt wieder zu wackeln. Der Hausmine geht also der “Stoff” aus und die Gündung einer Kooperative ist ins Stocken geraten. So sind wieder Arbeitsplätze in Gefahr. Bislang hat KORISUNCO den Minenschutt auf Goldstaub weiterverarbeitet. Vor Weihnachten hatte mein Webmaster im Netz berichtet, dass der Padre gesundheitlich etwas angeschlagen und so zur Behandlung nach Tarija gefahren sei. Das hatte etwas Staub aufgewirbelt. Inzwischen erfülle ich aber wieder mein volles Arbeitspensum. Nach Ostern steht die Erneuerung der Kapelle in Zapatera an. Ich hoffe, dass das besser klappen wird als die Arbeiten in Casa Grande. Die verliefen recht zäh, da die Leute nur eingeschräntkt mithelfen konnten oder wollten.

Das Coronavirus ist natürlich auch bei uns das Thema.   Auch in Bolivien wurde der Schulunterricht ausgesetzt, die Grenzen geschlossen und Versammlungsverbote erlassen. Die Karnevalshochburg Oruro steht unter Quarantäne.

Gottesdienste können wir noch feiern. In unserer großen Kirche können wir die relativ wenigen Gläubigen mit Sicherheitsabstand setzen. In den Gottesdiensten wurden Mundkommunion und Friedensgruß durch Händereichen suspendiert.  Viele Esmoraqueños kommen aus den Städten jetzt aufs Land und da kann es schon sein, dass einer die Krankheit mitbringt. Wir müssen also vorbereitet sein. Die Pfarreiarbeiter haben sich inzwischen an häufiges Händewaschen mit Kernseife und Alkohol gewöhnt, zudem hat jeder sein eigenes Fieberthermometer. Bei erhöhter Temperatur muss er zu Hause bleiben. Reisen außerhalb der Pfarrei habe ich eingestellt. Nachdem wir den Hl. Rochus in der Kirche stehen haben, ist dieser als Pestheiliger des Mittelalters jetzt bei uns gegen Corona zuständig. In den Städten ab 15:00 Uhr Ausgangssperre. Das traditionelle Fußball Turnier in Esmoraca, was immer viele Residentes nach Esmoraca kommen lässt, wurde in diesem Jahr abgesagt.
Etwas noch die Herbstsonne nutzen vor dem Hochlandwinter
Nachdem das geliebte Hundle des kleinen Töchterchen von Huguito gestorben war, habe ich ihr einen neuen Spielgefährten gekauft. Tobias heißt er, hat blaue Augen wie ich und kommt aus der Stadt des ewigen Frühlings Cochabamba. Der rennt dann eben auch tagsüber im Pfarrhof rum. Huguito mit Frau arbeiten etwas im Pfarrhaus mit, sie in der Küche und er am Auto. Dann sind noch die beiden Töchterchen mit dabei. Ich habe so etwas Familienanschluss und bleibe selber jung. Ich esse auch nie alleine zu Mittag, immer mit denen, die gerade im Pfarrhaus arbeiten.

Allen die meine Missionsarbeit materiell unterstützen, sage ich wieder ein herzliches Vergelts Gott. Verbleibt mir, Euch allen eine gesegnete österliche Bußzeit zu wünschen und dann ein FROHES OSTER-und PFINGSTFEST.

Padre Dietmar Krämer

„Con saludos cordiales“ und in Dankbarkeit Euer P. Dietmar Krämer

Missionsspenden zugunsten einer vielseitigen und lebendigen Pfarrarbeit sowie einem Dach für die Kapelle in Zapatera.

Missionsgesellschaft vom Hl. Geist
Pax Bank Köln
IBAN:
DE29 3706 0193 0021 7330 32

BIC: GENODED1PAX
Wichtig im Verwendungszweck: für P. Dietmar Krämer Bolivien. Spendenbescheinigung auf Wunsch bei Angabe der Postadresse.


Postanschrift:P. Dietmar Krämer, Casilla 194 Tupiza Bolivien
(muss die Post allerdings in Potosí abholen)

Handy Bolivien:
+591 73325925 [WhatsApp]
Email:
dietkraemer@yahoo.de (ich schaue täglich rein !!!)
Websites:
www.esmoraca-bolivia.org u. www.facebook.com/esmoraca 

Freitag, 5. Oktober 2018

Waki

Es wird jetzt Mais ausgesät
Es wird jetzt Mais ausgesät

In Gemeinschaftsarbeit da gibt es dann für alle ein Mittagessen
In Gemeinschaftsarbeit da gibt es dann für alle ein Mittagessen

WAKI heisst die Sache
WAKI heisst die Sache

Wir hatten bestes Wetter für die Feldarbeit
Wir hatten bestes Wetter für die Feldarbeit

Donnerstag, 6. September 2018

Herbst 2018

P. Dietmar Krämer, Am Werth  3, 77887 Sasbachwalden   [Adresse Heimaturlaub]
Handy in Deutschland: +4915227357306
Websites: www.esmoraca-bolivia.org und  www.facebook.com/esmoraca

Liebe Missionsfreunde
Die ersten Blumen vor meinem Arbeitszimmer, und das sind immer Osterglocken aus Sasbachwalden, verabschieden den Padre zum Heimaturlaub nach Sasbachwalden.
Osterglocken aus Sasbachwalden, verabschieden den Padre zum Heimaturlaub nach Sasbachwalden.
Osterglocken aus Sasbachwalden, verabschieden den Padre zum Heimaturlaub nach Sasbachwalden.
  Ohne mich selbst  “beweihräuchern” zu wollen, darf ich wohl sagen,  dass ich  vorm Heimaturlaub wieder auf drei erfolgsreiche Missionsjahre, inzwischen sind es ja schon zehn in Esmoraca, zurückblicken  kann. In diese drei Jahre fiel  die Erneuerung des Parr-Toyotas. Und so komme ich am 13. September  auch  mit etwas “Stolz” über das mit Gottes Hilfe und auf die Fürsprache des Hl. Franz, unseres Pfarrpatrones, unter oft schwierigen Bedingungen  Geleistete nach Deutschland.
Nach einem sehr strengen Winter in unseren Breiten mit viel  Schnee auf über  4.000 m Höhe freue ich mich darauf, mich in Deutschland  aufwärmen zu können. Bei klirrend trockener Kälte laufen Kinder und Jugendliche bei uns  mit einem T-Shirt und Pullöverchen begleitet herum, derweil der Padre seit Wochen dreifache Skiunterwäsche trägt, zwei Rollis  und einen Skipullover  anhat.  Klar, alle im Pfarrhaus  waren  dauererkältet .Ja, und Ihr habt den “Afrika-Sommer” hoffentlich gut überstanden.
Neben Ackerbau, der sehr von den Launen des Wetters abhängt, und etwas Viehzucht mit Kühen, Llamas und Ziegen, bietet die “Empresa Minera Corizonco”  auf  unserem 4.500 m hohen Hausberg “Pueblo Viejo” ein paar Arbeitsplätze.  Mit recht moderner Technik  wird aus dem Minenschutt Goldstaub  gewonnen.  Das betreiben kleinere  “Cooperativas”  ebenfalls mit Baggern, Bulldozern und Lastern im Esmoraca-Fluss mit seinen schmalen Schluchten, was aber auch die Umwelt  recht verunstaltet und, wie ich sehe, bei den hohen Investitionskosten nicht sehr rentabel  ist.  Immerhin finden da einige Männer  ebenfalls   Arbeit.   “Pueblo Viejo” lädt Ende August immer zu einem Gottesdienst ein. Dazu kommen dann auch einige Chefs aus La Paz.
Das Dorf selber wächst an Häusern dank des Regierungsprogrammes “pro vivienda”. Staatlicherseits  werden Bauten kleinere Häuser  sowie Verbesserungen an bestehenden Häusern mitfinanziert. Vom  schon seit Jahren versprochenen und geplanten Entelturm für Handy und Internet in Esmoraca ist noch nichts zu sehen.  Dass der Platz vor der Kirche nach wie vor hässlich ist und bleibt, lässt sich hingegen ertragen.
Der Padre und der Teufel
Der Padre und der Teufel
Dass Foto oben  bitte nicht dahingehend missverstehen,  dass in Esmoraca auch der Teufel Freund vom Pfarrer ist.  Im  Minen-  und kolonialen Golddorf Esmoraca spielt der Tio eine grosse Rolle  und entsprechend verkleiden sich junge Burschen an Festen als Tio und treiben ihr Unwesen. Karchapaya Mitte August ist eines der Festle um die Tios herum, sie werden aus dem Dorf vertrieben. Zuvor kommt die Musik aber in die Pfarrkirche.
Der Schulchor von Esmoraca in Casa Grande
Der Schulchor von Esmoraca in Casa Grande
 Der Kapellenbau in Casa Grande an der argentinischen Grenze stellt sich als teurer und schwieriger heraus als gedacht. Die Entfernungen sind  gross,  Zufahrtsstrassen waren in der Regenzeit durch Geröll – und Erdverschüttungen unterbrochen  und die Arbeiter stellt eben die Pfarrei Esmoraca. Der Eigenanteil  des Dorfes besteht darin,  dass die Frauen für meine Abeiter   zu Mittag kochen sowie  die Männer  von Casa Grande beim Herankarren von  Steinen und Sand mithelfen. Der Dorfvorsteher ist kirchlich absolut  uninteressiert.  Nachdem die Adveniathilfe aufgebraucht ist, werde ich dort eine Zusatzfinanzierung beantragen  und in der Heimat feste sammeln, was ja auch Teil eines Heimaturlaubes  ist. Am Gedenktag “Unserer  Lieben Frau auf dem Berge Karmel”, dem religiösen Hauptfest in Casa Grande,  konnten wir die Kapelle aber schon ‘mal provisorisch einweihen. Drinnen ist ja einschliesslich  festem Altar, fast alles fertig, die Kapelle kann also genutzt werden. Sakristei, Kirchturm, Fussboden  und Aussenverputz fehlen noch.  Am 30. August  war ich so  aus Neugierde  mit Franz ´mal nach Casa Grande gefahren und traf meine Arbeiter mit den beiden Lehrern und anderen vom Dorf in der Kapelle  bei Wein und Bier sitzen.. Am heutigen Tag schlösse die Muttererde ihre Pforten und da müsse man nochmals die Kapelle begiessen, hiess es.  Nun, ich hatte so schon wieder ‘was Neues gelernt. 
Gottesdienst in einer Mine in den Bergen Boliviens
Gottesdienst in einer Mine in den Bergen Boliviens
Auf Initiative eines musikbegabten Schülers der Pre-Prom unseres Colegios, der Hl. Geist wirkt  eben nicht nur in Amtsträgern, selbige sollten ihn aber wehen lassen, hat sich ein stattlicher Jugendchor, bzw. Jugendgruppe herausgebildet. Das Ganze muss natürlich gepflegt, gehegt und begleitet werden.  Inzwischen konnte ich auch eine junge dynamische Grundschullehrerin für die Jugendpastoral gewinnen. Das Foto links zeigt mich mit dem neuen Direktor des Colegio,  der sich mit einem Geschenkchen von mir verabschiedet hat, um damit auch auszudrücken, dass  Lehrer zu schätzen wissen, was die Pfarrei für viele seitens ihrer Eltern auf sich allein gestellte Jugendliche tut.
Nach der Vertreibung des Teufels
Nach der Vertreibung des Teufels
Die Aktivitäten in der Pfarrei werden während meines Deutschlandaufenthaltes natürlich etwas heruntergefahren und der Pfarrtoyota verschwindet in der Garage, nachdem ich im 300 km entfernten Potosí  noch den TÜV  habe machen können. Bei grösseren Fahrten werden zudem immer alle Heilige der Pfarrkirche angerufen. Ich glaube fest daran, dass sie mich schon vor vielen Unfällen bewahrt haben.  Auf unseren kurvenreichen Erstpisten und bei rasenden Autofahrern muss man immer mit Unfällen rechnen.
Verabschiedung im Pfarrgarten von Esmoraca
Verabschiedung im Pfarrgarten von Esmoraca
Im Gemüsegarten und im Gewächshaus wird auch bei meiner Abwesendheit ausgesät.  Ebenfalls steht ein Vertretungsplan für  Gottesdienste: Cotagaita, Villazón  und Tupiza helfen mit.  Jede Vertretung bleibt ein Tag.  Für Weihnachten kommen Ordensschwestern aus Tupiza nach Esmoraca. Ich dachte auch an einen Seminaristen, wurde vom Generalvikar dann aber dahingehend belehrt: “Wir haben derzeit keine mehr”.  Und  dann sehe ich die Pfarrei natürlich auch in den Händen des  Hl. Franz.
Es ist nochmals Post angekommen
Es ist nochmals Post angekommen
 Wie schon so oft sage ich all den  Wohltätern meiner vielfältigen Missionsarbeit  in Esmoraca, an einem der Weltenden,  ein HERZLICHES VERGELT’S GOTT!  Das Bedanken war diesmal recht  kompliziert.  Provinzhauptstädte wie Tupiza haben  seit langem kein eigenes Postamt mehr.   Das Internetsignal über den Entelturm in Mojinete bleibt  mehr als schwach.  Also musste ich Mails sammeln und gelegentlich in Städten absetzen sowie Dankesworte von Deutschland aus verschicken lassen.  In Potosí konnte ich noch Post und Päckchen, darunter auch Schoko, bei der neuen Post abholen; so wird es ein süsser Abschied!  Konradsblätter sind ja “zeitlos” und auch nach Monaten noch interessant zu lesen.
Eine lebendige Pfarrei zeigt  natürlich auch  soziales Engagement. Drei Volksschüler aus sehr ärmlichen Verhältnissen werden dank  deutscher Padrinos  mit 20 Euro pro Monat unterstützt, und dann kommt auch noch das Auto-Mechanikerstudium des Huguito dazu. Für letzteren wäre noch ein   “Padrino”  von Nöten,  nachdem einer verloren ging.  Huguito studiert inzwischen recht ordentlich  und  übers  Internet habe ich Zugang zu seinen Noten.
So, weiteres erzähle ich Euch dann persönlich.
Post Rundbrief in großer Schrift als PDF herunterladen [zwei Seiten] https://www.esmoraca-bolivia.org/2018_Artikel/Rrundbrief_Herbst_2018.html
Der Email Rundbrief umfangreicher mit vielen Bildern als PDF [vier Seiten] https://www.esmoraca-bolivia.org/2018_Artikel/Email_Herbstrundbrief%202018.pdf 
 Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit vielen von Euch und verbleibe “ con saludos cordiales”
Euer   P.  Dietmar.


Für Missionsspenden zugunsten einer vielseitigen und lebendigen Pfarrarbeit, die geht  ja auch  während meines Deutschlandaufenthaltes weiter ...
Missionsgesellschaft vom Hl. Geist
Pax Bank Köln
IBAN: DE29 3706 0193 0021 7330 32
BIC: GENODED1PAX
mit Vermerk: für P. Dietmar Krämer Bolivien

Donnerstag, 2. November 2017

Allerheiligen

Unsere Leute glauben, dass in den Tagen um Allerheiligen die Seelen der Verstorbenen auf Besuch zu ihnen kommen. Entsprechend werden Tische mit den Leibgerichten der lieben Verstorbenen bereitet. Ein Teil der Speisen wird verbrannt, wohl für die Seelen, der Rest an die Lebenden verteilt.
Unsere Leute glauben, dass in den Tagen um Allerheiligen die Seelen der Verstorbenen auf Besuch zu ihnen kommen. Entsprechend werden Tische mit den Leibgerichten der lieben Verstorbenen bereitet. Ein Teil der Speisen wird verbrannt, wohl für die Seelen, der Rest an die Lebenden verteilt.
Die Stühle mit den schwarzen Tüchern sind für die Verstorbenen reserviert
Die Stühle mit den schwarzen Tüchern sind für die Verstorbenen reserviert
In einem der Seelenämter nahm der Sportlehrer als Ministrant teil. Er unterrichtet auch Religion und ist Asesor der Promoción 2017, deren Padrino ich bin.
In einem der Seelenämter nahm der Sportlehrer als Ministrant teil. Er unterrichtet auch Religion und ist Asesor der Promoción 2017, deren Padrino ich bin.
Mit meiner Mannschaft
Mit meiner Mannschaft
Allerheiligen feierten wir gestern im Abendgottesdienst. Auf dem Foto die Lektorin mit Tochter.
Allerheiligen feierten wir gestern im Abendgottesdienst. Auf dem Foto die Lektorin mit Tochter.
Händeklatschen zum Schlusslied
Händeklatschen zum Schlusslied
Dios es amor, la Biblia nos dice. Die Kinder mögen das.
Dios es amor, la Biblia nos dice. Die Kinder mögen das.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Schokolädchen an Christi Himmelfahrt

 Schokolädchen an Christi Himmelfahrt
Schokolädchen an Christi Himmelfahrt
Schokolade für die Kinder von Esmoraca und Mojinete

Machen Sie den Kindern von Bolivien eine kleine Freude:
Lesen Sie jetzt einen kleinen Artikel, der Ihnen den einfachen, schnellen und günstigen Versand von Schokolade für die Kinder aus Esmoraca und Mojinete mit den angeschlossenen Bergdörfern zeigt.
Als erstes kaufen wir 4 Stangen Rittersport Mini Täfelchen zu je 1 Euro 79 Cent [Aldi], danach bei DHL ein Leerpaket XS für 1 Euro 49 Cent [Bitte den Adressaufkleber Brief International nicht vergessen am besten auch gleich einen Ersatz]. Das Paket mit den ausgepackten Täfelchen füllen, es ist etwas Talent dazu notwendig. Drei Minitäfelchen bleiben übrig, diese sind für Sie bestimmt zum beruhigen der Nerven, die notwendig sind, die Minitäfelchen fachgerecht zu verpacken.
Jetzt das Paket verschließen und Paketkarte ausfüllen und die Zoll Deklaration. Hier als Inhalt Schokolade und als Wert ca 6 Euro angeben. Auf dem Aufkleber das Kästchen „Geschenk“ ankreuzen. Jetzt am besten das Paket mit Klarsicht Tesa Packband fest verschließen, am besten vorsichtig komplett umwickeln. Das Paket wird an die 10 bis 15 mal umgeladen!!!!
Bei DHL abgeben, das kostet 7 Euro Versand als Luftpostbrief. Ich mache hier schon mal den Vorkoster und darf die übrig gebliebenen 3 Täfelchen essen. Achtung: das Paket muss unter 1000 Gramm haben, sonst kostet es das Doppelte!!
Liebe Schokoladen Spender/in
Euch nochmals ein herzliche Dankeschön der Kinder aus Esmoraca, Mojinete und den vielen Bergdörfern, die zur meiner Pfarrei zählen. Aber aus gegebenem Anlass will ich nochmals etwas zum Versand schreiben.
1: benutzen Sie keinen Karton, der als Beispiel elektrische Geräte zeigt.
2: senden Sie immer nur maximal 1kg pro Sendung, jedes Paket, das viel mehr wiegt, ist zwar hier herzlich willkommen, aber große Pakete scheinen doch auch mal abhanden zu kommen. Außerdem ist der Versand sehr teuer, wenn dann das Paket nicht ankommt ist das besonders ärgerlich.
3: wollen Sie mehr Schokolade versenden, nehmen Sie mehre Pakete, die Sie wie in der Anleitung verpacken. Wenn dann mal eines aus dem Flugzeug fällt, ist nicht so viel verloren.
Auf jeden Fall können Sie damit den Kindern doch eine große Freude machen. Die Eltern hier haben für den Kauf von Schokolade kein Geld, könnte man sie wirklich kaufen, und so ist ein Minitäfelchen, verteilt nach dem Gottesdienst, Bescherung zu Weihnachten usw. immer etwas ganz Besonderes. Der Seelsorge schadet das auf keinen Fall……….
Alternative:
“was können wir für Kinder sonst noch tun neben Schoko-Päckchen?” Nun, die Schoko ist am Einfachsten. Die Kinder leiden natürlich an mangelnder Hygiene. Zu Hause haben sie keine Duschmöglichkeiten und in der Schule auch nicht aber dem Abhilfe zu schaffen wäre mehr der Staat gefordert, der auf seine Fahnen geschrieben hat, mit dem “Cambie” mehr für die Gesundheit der Bürger zu tun. Eine machbare Alternative zur Schoko wäre kleine Zahnbürsten mit Zahncreme zu schicken oder kleine Seifchen zum Händewaschen.
kleines 

Video: Nach dem Gottesdienst in Candelaria gibt es für die Kinder Schokolade:
https://youtu.be/Yb2F6m7ENMk

POSTANSCHRIFT:
P. Dietmar Krämer, Casilla 194, Tupiza, Bolivien
Vielen Dank im Namen der Kinder von Esmoraca und Mojinete Bolivien
Euer
P. Dietmar Krämer

Donnerstag, 28. April 2016

Interessante Woche

Auf der Rückfahrt von Tupiza nach Esmoraca speisten wir bei Cucho zu Mittag.
Auf der Rückfahrt von Tupiza nach Esmoraca speisten wir bei Cucho zu Mittag.
Zahnstocher wachsen bei uns an den Bäumen
Zahnstocher wachsen bei uns an den Bäumen
Ein Schwarzwaldbecher wird in Tupiza verzehrt. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Ein Schwarzwaldbecher wird in Tupiza verzehrt. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Erstkommunionvorbereitung im Pfarrsaal
Erstkommunionvorbereitung im Pfarrsaal
Danach gibt es ein Schokolädchen. Die Sonne links neben meinem Kopf könnte der Hl. Geist sein oder eben nur ein Reflex des Blitzes der Kamera
Danach gibt es ein Schokolädchen. Die Sonne links neben meinem Kopf könnte der Hl. Geist sein oder eben nur ein Reflex des Blitzes der Kamera
Ein Besüchle bei den Abiturienten in Mojinete. Es sind ja auch meine Ahijados.
Ein Besüchle bei den Abiturienten in Mojinete. Es sind ja auch meine Ahijados.
Gesangstunde mit den Erstkommunikanten
Gesangstunde mit den Erstkommunikanten
Entspannung für die Erstkommunikanten
Entspannung für die Erstkommunikanten
trotz Kälte hat der Hl. Franz noch Rosen
trotz Kälte hat der Hl. Franz noch Rosen
28.04.2016
Zahngesundheit der Kinder:

Mein "Patenkind" aus Llicas Zeiten, der José Mendieta, wird der neue Zahnarzt in Mojinete sein. An den Wochenenden wird er gelegentlich nach Esmoraca kommen und den Einsatz der Zahnbürsten fachmännisch mitgestalten. Es ist eine Aktion die meine Facebook Freunde ins Leben gerufen haben.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Wieder in Bolivien

Ein Traumziel Curacao gerade überflogen
Ein Traumziel Curacao gerade überflogen
Pünktlich um 3:00 Uhr frühmorgens war der rote Airbus der Avianca in La Paz gelandet. Beeindruckend war, was in Bogotá alles an Taschen und Koffer in die Kabine geschleppt wurde. Bis im Gang wurde noch Gepäck abgestellt und der A 719 ist eh nicht groß. Über dem Amazonas wurden wir von Turbulenzen kräftig durchgeschüttelt. Bei der Einreise stehe ich als Residente immer schon in der Schlange der Bolivianos der junge Immigrationsbeamte begrüßte mich mit "GUTEN MORGEN" und meinte, nach 25 Jahren Bolivien wäre ich ja beinahe schon ein "boliviano". Die junge Dame vom Zoll stand auch auf meinen Typ "pase, pase, Señor" hauchte sie  und so marschierte ich mit 2 vollen Koffern, darin auch 2 Linzer Torten,  und 2mal Handgepäck freundlich lächelnd durch den Zoll . Der vor mir und nach mir hatte lange Haare solche Typen mochte sie nicht und es hieß auspacken.
P. Gregorio, ein polnischer Mitbruder, hatte ich mich am Flughafen abgeholt. Heute Morgen angenehm warm in La Paz und bis auf ein bisschen Schnaufen keine Probleme mit der Höhe auf dem 4.000 m hoch gelegenen Airport von La Paz. Etwas merkte ich beim Koffer schleppen. Morgen kommt Hugo nach La Paz  und wir leiten den geordneten Rückzug nach Esmoraca ein. Derweil ich vorm Mittagessen schreibe, donnert es heftig es ist eben Regenzeit.

Samstag, 26. September 2015

Samstag, 16. Mai 2015

Fahrt nach Bonete Palca

Zum Cerro Bonete wollen wir morgen weiterfahren die Nacht heute bleiben wir in Esmoruco
Zum Cerro Bonete wollen wir morgen weiterfahren die Nacht heute bleiben wir in Esmoruco
wir haben natürlich auch 3 Bänke für die Kapelle in Bonete dabei
wir haben natürlich auch 3 Bänke für die Kapelle in Bonete dabei
inzwischen ist die Brücke über den Fluss in Esmoruco fertig
inzwischen ist die Brücke über den Fluss in Esmoruco fertig
15.05.2015
Heute ging es nach Bonete Palca los, was noch zur Pfarrei “San Francisco de Esmoraca y Mojinete” gehört. Dort ließ ich vor Jahren eine Kapelle bauen. Früher sind wir dorthin zu Fuß “gepilgert”, jetzt erreicht man das Kapellchen im Auto in 7 Stunden Fahrt. In Esmoruco übernachten wir in einer “Absteige”, wo man auch ein Abendessen und Frühstück bekommt. Morgen fahren wir dann nach Bonete Palca weiter. Dort geht es spartanischer zu, aber wir haben ja genügend Verpflegung im Auto, einschließlich Gaskocher. 3 Begleiter habe ich, darunter einen 2. Chauffeur, der auch Mechaniker ist mit einem kleinen Schweiß Gerät. In den größeren Dörfern hat es ja Strom. In Bonete Palca werden wir am Samstag die Kapelle neu weiseln, derweil ich die Gehöfte in der Umgebung besuche. Nach dem Sonntagsgottesdienst fahren wir nach Esmoraca zurück. Das Email wird von Esmoruco abgeschickt, wo bis Montag noch der P. Claus war. Jetzt geht es zum Abendessen.

Mittwoch, 25. Juni 2014

Rundbrief Sommerferien 2014

Liebe Missionsfreunde

Die Renovierung der Pfarrkirche in Esmoraca geht in eine allerdings noch lange Zielgerade. Detailsarbeiten nehmen eben viel Zeit in Anspruch. Aber wir haben es ja auch nicht eilig. Seit ich meinen kleinen Anteil an der Pfarrei Talina an die Padres in der Stadt Villazón habe abtreten können, kann ich meine Kräfte mehr für Esmoraca bündeln, was sich bei allem positiv auswirkt.
der neue Torbogen, innen Zement, aussen bunte Kalksteine
der neue Torbogen, innen Zement, aussen bunte Kalksteine
Zum ersten Male in 7 Jahren haben wir gestern Abend die „Vispera“ der Geburt von Johannes dem Täufer in der Pfarrkirche von Esmoraca gefeiert, und nicht wie in den Jahren zuvor in Talina. Die Kirche war voll und nach dem Gottesdienst gab es für die ums Johannesfeuer versammelten noch heisse Schokolade mit Pfannekuchen. Das zeigt, dass die Renovierung der Pfarrkirche auch mit einer spirituellen Erneuerung der Pfarrei einhergeht, was ja immer der Vater des Gedankens war, an der „Kirchenruine“ zu arbeiten.
nach dem Gottesdienst wird das Johannesfeuer gesegnet
nach dem Gottesdienst wird das Johannesfeuer gesegnet
 
Am Johannesfeuer gab es einige schöne Fotomotive, eines hängen wir als Fotogruss meinen Zeilen an.

„Con saludos cordiales“ und schöne Ferien
P. Dietmar, Esmoraca Bolivien

Montag, 21. April 2014

Ostern in Esmoraca

Ostern in Esmoraca könnte man so zusammenfassen: zwischen Fußball und Gottesdiensten, am Karsamstag begann das traditionale Fußball Turnier in Esmoraca, wozu eben auch viele Residentes anreisen. Die Pfarrmannschaft schlug sich wacker, wir wurden Gruppenerster und verloren dann erst, wie so oft auch die deutsche Nationalelf, im Halbfinale durch ein Abseitstor, immerhin war der 4. Platz noch mit einer Ziege prämiert. Die haben wir aber noch nicht verspeist, da sie nach Meinung meiner Kicker Nachwuchs erwartet. Ich war natürlich auch gelegentlich auf dem Fußballplatz zu sehen, verbrachte aber mehr Zeit in der Kirche mit Messvorbereitungen etc.
Donación de Jujuy muchas gracias Residentes Esmoraqueñios por su donación de 7.500 BS en favor del Templo Parroquial en Esmoraca.
Donación de Jujuy muchas gracias Residentes Esmoraqueñios por su donación de 7.500 BS en favor del Templo Parroquial en Esmoraca.
Nach der Ostermessfeier überreichen mir die Residentes von Jujuy-Argentinien etwas über 1 000 $ für den neuen Keramikfußboden. Selbige nahmen dann auch die verschlissenen Kleider der Heiligenfiguren mit, um in Jujuy neue nähen zu lassen. Einer der guten Leute’ ist Schneider. Ja, und heute Morgen fand dann mit verschlafenen Schülern noch ein Gottesdienst statt. Das Colegio feierte Geburtstag. Mein Gitarrist, der Miki, kam als Fußballer dazu angehumpelt

Donación de Jujuy Argentina 001 - 043
Donación de Jujuy Argentina 044 - 075