Ein Neubeginn für Gerechtigkeit, Versöhnung und gelebte Hoffnung
Der Herbst ist eine Zeit der Schwelle.
Auf der Nordhalbkugel zieht sich die Natur zurück, Blätter fallen, Tage werden kürzer – und unter der scheinbaren Ruhe bereitet sich bereits neues Leben vor. Auch wir tragen die Spuren der vergangenen Monate in uns: Herausforderungen und Freuden, mutige Entscheidungen und Momente des Zweifelns. Vielleicht liegt gerade in dieser stilleren Zeit die Chance, neu zu fragen:

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens
Wie kann Frieden nicht nur erhofft, sondern wirklich gelebt werden?
Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Gewalt
Ein gerechter Frieden beginnt dort, wo die tieferen Ursachen von Konflikten ernst genommen werden: Unrecht, Armut, Ausgrenzung und Hass. Er schützt die Würde jedes Menschen und schafft Raum für Teilhabe, Sicherheit und Hoffnung. Das macht ihn anspruchsvoll. Denn gerechter Frieden verlangt nicht nur politische Vereinbarungen, sondern auch ein Umdenken in unseren Beziehungen, Gemeinschaften und täglichen Entscheidungen.

Beten bedeutet, sich an Gott zu wenden
Beten heißt, sich verwandeln zu lassen
Für einen gerechten Frieden zu beten bedeutet, sich an Gott zu wenden – und zugleich das eigene Herz zu öffnen. Wir bitten um Weisheit für Menschen, die Verantwortung tragen, um Trost für Leidende und um die Kraft zur Versöhnung und Gewaltlosigkeit. Doch das Gebet bleibt nicht bei Worten stehen. Es kann unseren Blick verändern, Gleichgültigkeit durch Mitgefühl ersetzen und uns ermutigen, selbst zu Werkzeugen der Hoffnung zu werden.
Kleine Schritte, die etwas verändern
• Zuhören: einem Menschen aufmerksam begegnen, dessen Erfahrungen oder Ansichten sich von den eigenen unterscheiden.
• Widersprechen: abwertender Sprache und Ausgrenzung ruhig, aber entschieden entgegentreten.
• Teilen: Zeit, Aufmerksamkeit oder materielle Hilfe dort schenken, wo Not sichtbar wird.
• Versöhnen: den ersten Schritt wagen, wenn eine Beziehung von Verletzungen belastet ist.
• Dranbleiben: eine Initiative unterstützen, die Menschenwürde, Menschenrechte und Solidarität stärkt.

Dranbleiben: eine Initiative unterstützen, die Menschenwürde, Menschenrechte und Solidarität stärkt.
Ein neuer Tag, ein neuer Anfang
Ein neuer Tag ist mehr als ein Datum im Kalender. Er lädt uns ein, dankbar loszulassen, was hinter uns liegt, und mutig zu beginnen, was vor uns liegt. Wir müssen nicht auf den großen historischen Moment warten. Frieden wächst dort, wo Menschen einander mit Respekt begegnen, Leid nicht übersehen und Gerechtigkeit zur gemeinsamen Aufgabe machen.

Hoffnung zu bringen ist der Anfang des Friedens
Es ist an für sich ein Artikel für Neujahr aber Frieden auf unserem Planeten bedeutet gerade im Moment besonders viel. Frieden ist nicht Sklaverei für alle und das herrschen weniger die meinen Gott zu spielen zu können.
Möge der neue Tag ein Anfang sein, in dem Frieden nicht nur gesucht, sondern gelebt wird – im eigenen Herzen, im unmittelbaren Umfeld und in der Welt.
Padre Hernán Tarqui – im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens
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