Dienstag, 30. Juni 2026

Stifte-Wunder von San Pedro de Macha

Das Geheimnis des Zwei-Zentimeter-Bleistifts Mateo hatte ein mathematisches Problem, das nichts mit seinen Hausaufgaben zu tun hatte. Sein treuester Bleistift war durch exzessives Anspitzen auf die kritische Länge von genau zwei Zentimetern geschrumpft. Wenn er versuchte, ein „A“ zu schreiben, verkrampfte seine Hand so sehr, dass es eher aussah wie das Profil der Anden.

Das Geheimnis des Zwei-Zentimeter-Bleistifts
Mateo hatte ein mathematisches Problem, das nichts mit seinen Hausaufgaben zu tun hatte. Sein treuester Bleistift war durch exzessives Anspitzen auf die kritische Länge von genau zwei Zentimetern geschrumpft. Wenn er versuchte, ein „A“ zu schreiben, verkrampfte seine Hand so sehr, dass es eher aussah wie das Profil der Anden.

Doch das Jahr 2025 hielt für Mateo und über 550 andere Kinder in den entlegenen Bergen Boliviens eine Wendung bereit, die selbst die kühnsten Träume zwischen Titicacasee und Altiplano übertraf.

Doch das Jahr 2025 hielt für Mateo und über 550 andere Kinder in den entlegenen Bergen Boliviens eine Wendung bereit, die selbst die kühnsten Träume zwischen Titicacasee und Altiplano übertraf.

Ort des Geschehens: Der imposante Vorplatz der Kirche von San Pedro de Macha. Das Wetter: Strahlend blau. Die Stimmung: Eine hocheffiziente Mischung aus wilder Vorfreude und dem Duft von frisch gedruckten Büchern.

Ort des Geschehens: Der imposante Vorplatz der Kirche von San Pedro de Macha. Das Wetter: Strahlend blau. Die Stimmung: Eine hocheffiziente Mischung aus wilder Vorfreude und dem Duft von frisch gedruckten Büchern.

Padre Hernán und die Logistik des Glücks Mitten im Epizentrum dieses bunten Chaos stand ein Mann, der an diesem Tag weniger wie ein Geistlicher und mehr wie der charmanteste Logistikmanager Südamerikas wirkte: Padre Hernán Tarqui. Seine Mission? Die gerechte Verteilung einer regelrechten Lawine aus Schulmaterialien.

Padre Hernán und die Logistik des Glücks
Mitten im Epizentrum dieses bunten Chaos stand ein Mann, der an diesem Tag weniger wie ein Geistlicher und mehr wie der charmanteste Logistikmanager Südamerikas wirkte: Padre Hernán Tarqui. Seine Mission? Die gerechte Verteilung einer regelrechten Lawine aus Schulmaterialien.

„Ein Heft ist kein bloßes Papier“, murmelte der Padre, während er einen Stapel bunt weidender Alpakas – metaphorisch gesprochen – im Zaum hielt. „Es ist der Startbildschirm für die Träume dieser Kinder.“

„Ein Heft ist kein bloßes Papier“, murmelte der Padre, während er einen Stapel bunt weidender Alpakas – metaphorisch gesprochen – im Zaum hielt. „Es ist der Startbildschirm für die Träume dieser Kinder.“

„Ein Heft ist kein bloßes Papier“, murmelte der Padre, während er einen Stapel bunt weidender Alpakas – metaphorisch gesprochen – im Zaum hielt. „Es ist der Startbildschirm für die Träume dieser Kinder.“

Es war ein logistisches Meisterwerk. Eltern, Lehrer und die halbe Gemeinde hatten sich formiert, um sicherzustellen, dass kein Radiergummi verloren ging und kein Abiturient versehentlich ein Malbuch für Dreijährige in die Hand gedrückt bekam. Das Ziel war klar: Bildung für alle, ohne Ausnahmen.

Der Duft von neuem Mut
Als Mateo endlich an der Reihe war, hielt er den Atem an. Vor ihm lag ein Rucksack, vollgepackt mit Dingen, die in seiner Welt Luxusgüter waren:

Ein Set unbenutzter, perfekt spitzer Bleistifte (weit länger als zwei Zentimeter!).

Lineale, die noch keine Ecken eingebüßt hatten.

Hefte mit strahlend weißen Seiten, die nur darauf warteten, mit mathematischen Formeln und utopischen Zukunftsplänen gefüllt zu werden.

Das Lachen, das in diesem Moment über den Kirchenplatz fegte, war ansteckend. Die bunten Schuluniformen der Kinder wirkten plötzlich noch ein bisschen farbenfroher. Es wurde geschwatzt, verglichen und stolz präsentiert. Aus den entlegensten Winkeln der Region waren sie gekommen, und nun hielten sie das Werkzeug in den Händen, das ihnen den Weg aus der Benachteiligung ebnen sollte.

Ein „Vergelt’s Gott“, das die Anden erschütterte
Als der offizielle Teil der Übergabe beendet war, geschah das, was diesen Tag endgültig unvergesslich machte. Es war kein einstudiertes Protokoll, sondern ein kollektiver Impuls der Dankbarkeit.

Aus über 550 Kehlen, unterstützt von den tiefen Stimmen der Eltern, hallte ein donnerndes „Vergelt’s Gott!“ über den Platz. Es war ein Danke an all die großzügigen Spender aus der fernen Gemeinschaft, die diesen Tag überhaupt erst möglich gemacht hatten. Der Ruf war so laut und voller Herzlichkeit, dass Mateo sich sicher war, die alten Kirchenglocken hätten ganz von alleine ein bisschen mitgevibriert.

Die Reise geht weiter: Stein für Stein
Heute, ein Jahr später im Jahr 2026, sind die Stifte von damals vielleicht schon ein bisschen kürzer geworden, aber der Mut der Kinder von San Pedro de Macha ist ungebrochen. Sie sind auf dem besten Weg, selbstbewusste Persönlichkeiten zu werden, die ihre Zukunft mutig selbst gestalten.

Die Initiatorinnen und Initiatoren der Aktion sitzen derweil schon wieder über den Landkarten. Denn nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Die Vision steht felsenfest: Noch mehr Kindern den Zugang zu hochwertiger Bildung zu ermöglichen.

Und die Moral von der Geschicht’? Manchmal braucht es gar keine Superkräfte, um die Welt zu verändern. Manchmal reicht ein Kollektiv aus engagierten Menschen, ein unerschütterlicher Padre und eine Kiste voller Stifte, um Brücken in eine hellere Zukunft zu bauen. Hand in Hand, Buch für Buch.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Mit Ihrem Smartphone bequem spenden – so einfach geht’s: Es ist bereits ein Betrag von 50 Euro voreingestellt, den Sie direkt und unkompliziert mit Ihrer Banking-App auf dem Smartphone überweisen können. Damit möchte ich Ihnen einen neuen, besonders komfortablen Weg anbieten, eine Spende zu tätigen. Die Empfängerdaten sind identisch mit den Angaben, die Sie im oberen Bereich über dem QR-Code auf dem Bild finden. Möchten Sie einen anderen Betrag spenden, können Sie den Überweisungsträger über den untenstehenden Link individuell ausfüllen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und dass Sie diese neue Möglichkeit ausprobieren möchten!

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Montag, 29. Juni 2026

Endlich wieder freie Wege

Die Pilgerreise nach Santiago de Bombori ruft! ​Nach einer Zeit des Wartens, der Geduld und der Ungewissheit gibt es heute eine wunderbare Nachricht für alle Gläubigen und Wanderer: Die Pilgerreise zum Heiligtum von Santiago de Bombori ist wieder möglich.

Die Pilgerreise nach Santiago de Bombori ruft!
​Nach einer Zeit des Wartens, der Geduld und der Ungewissheit gibt es heute eine wunderbare Nachricht für alle Gläubigen und Wanderer: Die Pilgerreise zum Heiligtum von Santiago de Bombori ist wieder möglich.

Nachdem die 53-tägige Straßenblockade in Bolivien nun beendet wurde, sind die Wege zu unserem geliebten Wallfahrtsort wieder frei. Was lange unterbrochen war, kann nun endlich wieder aufgenommen werden.

Nachdem die 53-tägige Straßenblockade in Bolivien nun beendet wurde, sind die Wege zu unserem geliebten Wallfahrtsort wieder frei. Was lange unterbrochen war, kann nun endlich wieder aufgenommen werden.

Ein langer Stillstand findet ein Ende ​Die vergangenen 53 Tage waren für die lokale Gemeinschaft, die Betreiber des Heiligtums und vor allem für die Pilger eine große Herausforderung. Straßensperren haben uns physisch voneinander getrennt und die Wege zu diesem besonderen Ort der Stille und Einkehr versperrt.

Ein langer Stillstand findet ein Ende
​Die vergangenen 53 Tage waren für die lokale Gemeinschaft, die Betreiber des Heiligtums und vor allem für die Pilger eine große Herausforderung. Straßensperren haben uns physisch voneinander getrennt und die Wege zu diesem besonderen Ort der Stille und Einkehr versperrt.

Doch die Verbundenheit zum Heiligtum von Santiago de Bombori blieb ungebrochen. Dass diese Blockade nun ein Ende gefunden hat, ist nicht nur eine logistische Erleichterung, sondern für viele von uns auch ein Grund zur tiefer Dankbarkeit. Die Straßen sind wieder befahrbar, und der Weg steht offen.

Doch die Verbundenheit zum Heiligtum von Santiago de Bombori blieb ungebrochen. Dass diese Blockade nun ein Ende gefunden hat, ist nicht nur eine logistische Erleichterung, sondern für viele von uns auch ein Grund zur tiefer Dankbarkeit. Die Straßen sind wieder befahrbar, und der Weg steht offen.

Was bedeutet das für Pilger jetzt? ​Wenn Sie eine Reise nach Santiago de Bombori planen oder diesen Weg in den kommenden Tagen antreten möchten, beachten Sie bitte folgende Punkte für eine sichere Anreise:

Was bedeutet das für Pilger jetzt?
​Wenn Sie eine Reise nach Santiago de Bombori planen oder diesen Weg in den kommenden Tagen antreten möchten, beachten Sie bitte folgende Punkte für eine sichere Anreise:

Zustand der Wege: Obwohl die Blockaden geräumt sind, empfiehlt es sich, vor Reiseantritt kurz den aktuellen Zustand der Zufahrtsstraßen lokal zu prüfen, da sich nach einer langen Stillstandsphase oft erst alles normalisieren muss.

Zustand der Wege: Obwohl die Blockaden geräumt sind, empfiehlt es sich, vor Reiseantritt kurz den aktuellen Zustand der Zufahrtsstraßen lokal zu prüfen, da sich nach einer langen Stillstandsphase oft erst alles normalisieren muss.

Vorbereitung: Wie bei jeder Pilgerreise ist eine gute Vorbereitung das A und O. Denken Sie an ausreichende Verpflegung und wetterfeste Kleidung, da die Reise in die bolivianische Region je nach Jahreszeit ihre eigenen klimatischen Tücken bereithält.

Respekt und Dankbarkeit: Der Ort ist für viele ein Zufluchtsort der Spiritualität. Wir freuen uns darauf, die Gemeinschaft der Pilger wieder vor Ort zu sehen, und bitten alle Reisenden, die Umgebung mit dem gebotenen Respekt zu behandeln.

​Ein Neuanfang
​Die Wiederaufnahme der Pilgerreise ist ein starkes Symbol für die Rückkehr zur Normalität. Santiago de Bombori ist ein Ort, der uns immer wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, trotz Hindernissen an unseren Zielen festzuhalten.

​Wir laden alle ein, die diesen Ort im Herzen tragen, ihre Vorbereitungen wieder aufzunehmen. Wir sehen uns auf dem Weg nach Santiago de Bombori.

Gute Reise und „Buen Camino“!

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Samstag, 27. Juni 2026

Sommerhitze in Europa, klirrende Kälte in den Anden

Nachrichten von Padre Hernán
Während wir hier in Europa die Sommertage genießen und dankbar den Schatten suchen, erreichen uns bewegende Grüße von der anderen Seite der Welt. Padre Hernán Tarqui hat sich aus den Bergen Boliviens gemeldet – und dort bietet sich aktuell ein ganz anderes, extremes Bild.

Nachrichten von Padre Hernán Während wir hier in Europa die Sommertage genießen und dankbar den Schatten suchen, erreichen uns bewegende Grüße von der anderen Seite der Welt. Padre Hernán Tarqui hat sich aus den Bergen Boliviens gemeldet – und dort bietet sich aktuell ein ganz anderes, extremes Bild.

In den Höhen des Altiplano, besonders in der wunderschönen, aber rauen Region Sur Lípez, herrscht derzeit eine klirrende Winterkälte. Doch das hält die Menschen nicht auf. Im Gegenteil: Für Padre Hernán und die Mission Bolivien beginnen jetzt zwei der intensivsten Monate des Jahres.

In den Höhen des Altiplano, besonders in der wunderschönen, aber rauen Region Sur Lípez, herrscht derzeit eine klirrende Winterkälte. Doch das hält die Menschen nicht auf. Im Gegenteil: Für Padre Hernán und die Mission Bolivien beginnen jetzt zwei der intensivsten Monate des Jahres.

Großer Pilgeransturm in Bombori erwartet
Padre Hernán wird im Juni und Juli sehr viel in Bombori im Einsatz sein. Nach einer langen Zeit, in der das Reisen durch Blockaden erschwert war, ist der Weg nun endlich wieder frei ("without blocking"). Die Folge: Es wird mit einem enormen Ansturm von Wallfahrern und Pilgern gerechnet, die zum Teil tagelange, beschwerliche Fußmärsche auf sich nehmen.

Großer Pilgeransturm in Bombori erwartet Padre Hernán wird im Juni und Juli sehr viel in Bombori im Einsatz sein. Nach einer langen Zeit, in der das Reisen durch Blockaden erschwert war, ist der Weg nun endlich wieder frei ("without blocking"). Die Folge: Es wird mit einem enormen Ansturm von Wallfahrern und Pilgern gerechnet, die zum Teil tagelange, beschwerliche Fußmärsche auf sich nehmen.

Für die Mission vor Ort ist das eine gewaltige logistische und menschliche Aufgabe. Mehr Menschen unter so extremen Bedingungen bedeuten auch einen drastisch erhöhten Bedarf an:
Notunterkünften und Herbergen für die kalten Nächte,
warmen Mahlzeiten und heißem Tee (z. B. in Suppenküchen),
Decken, warmer Kleidung und Winterhilfe für die indigenen Familien und Pilger.

Für die Mission vor Ort ist das eine gewaltige logistische und menschliche Aufgabe. Mehr Menschen unter so extremen Bedingungen bedeuten auch einen drastisch erhöhten Bedarf an:  Notunterkünften und Herbergen für die kalten Nächte,  warmen Mahlzeiten und heißem Tee (z. B. in Suppenküchen),  Decken, warmer Kleidung und Winterhilfe für die indigenen Familien und Pilger.

Es ist ein Dienst an den Ärmsten, der den Menschen in dieser eisigen Zeit nicht nur spirituelle Hoffnung schenkt, sondern auch ganz konkreten, lebensnotwendigen Schutz vor der Kälte bietet.

Es ist ein Dienst an den Ärmsten, der den Menschen in dieser eisigen Zeit nicht nur spirituelle Hoffnung schenkt, sondern auch ganz konkreten, lebensnotwendigen Schutz vor der Kälte bietet.

Ein starkes Zeichen der Solidarität
Wenn wir also an diesem Wochenende im Schatten entspannen, lasst uns in Gedanken und im Gebet auf die andere Seite der Welt reisen. Wir möchten Padre Hernán und den Menschen im Altiplano zeigen, dass sie in diesen kalten Monaten nicht allein sind. Es ist unser Ziel, ihnen sowohl körperliche als auch seelische Wärme zu bringen.

Wie Sie helfen können:
Möchten Sie die aktuelle Winterhilfe für die Wallfahrer und Gemeinden in Bombori unterstützen? Jeder Beitrag – ob durch das Teilen dieser Nachricht oder durch eine Spende – kommt direkt den verletzlichsten Menschen in den Bergen Boliviens zugute.

Wir wünschen Euch allen ein wunderbares, gesegnetes Wochenende. Bleibt im Schatten, genießt die Sonne und lasst uns gemeinsam Solidarität leben! ☀️🤝🇧🇴

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Mit Ihrem Smartphone bequem spenden – so einfach geht’s: Es ist bereits ein Betrag von 50 Euro voreingestellt, den Sie direkt und unkompliziert mit Ihrer Banking-App auf dem Smartphone überweisen können. Damit möchte ich Ihnen einen neuen, besonders komfortablen Weg anbieten, eine Spende zu tätigen. Die Empfängerdaten sind identisch mit den Angaben, die Sie im oberen Bereich über dem QR-Code auf dem Bild finden. Möchten Sie einen anderen Betrag spenden, können Sie den Überweisungsträger über den untenstehenden Link individuell ausfüllen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und dass Sie diese neue Möglichkeit ausprobieren möchten!

Mit Ihrem Smartphone bequem spenden – so einfach geht’s: Es ist bereits ein Betrag von 50 Euro voreingestellt, den Sie direkt und unkompliziert mit Ihrer Banking-App auf dem Smartphone überweisen können. Damit möchte ich Ihnen einen neuen, besonders komfortablen Weg anbieten, eine Spende zu tätigen. Die Empfängerdaten sind identisch mit den Angaben, die Sie im oberen Bereich über dem QR-Code auf dem Bild finden. Möchten Sie einen anderen Betrag spenden, können Sie den Überweisungsträger über den untenstehenden Link individuell ausfüllen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und dass Sie diese neue Möglichkeit ausprobieren möchten!

Freitag, 26. Juni 2026

Der Herr des Altiplano

Die magische Wallfahrt zum Tata Bombori Die Puna im bolivianischen Hochland ist kein Ort für Schwache. Wenn im Juni und Juli der eisige Winterwind über das Altiplano fegt, scheint die Zeit stillzustehen. Doch genau dann, in der kältesten Zeit des Jahres, erwacht eine der faszinierendsten Ecken Boliviens zum Leben. Tausende Pilger machen sich auf den Weg nach Pumpuri, einem kleinen Dorf im Norden von Potosí, um ein Wesen aufzusuchen, das ebenso geliebt wie gefürchtet wird: Tata Bombori.

Die magische Wallfahrt zum Tata Bombori
Die Puna im bolivianischen Hochland ist kein Ort für Schwache. Wenn im Juni und Juli der eisige Winterwind über das Altiplano fegt, scheint die Zeit stillzustehen. Doch genau dann, in der kältesten Zeit des Jahres, erwacht eine der faszinierendsten Ecken Boliviens zum Leben. Tausende Pilger machen sich auf den Weg nach Pumpuri, einem kleinen Dorf im Norden von Potosí, um ein Wesen aufzusuchen, das ebenso geliebt wie gefürchtet wird: Tata Bombori.

Hier ist die Geschichte einer jahrhundertealten Legende, in der sich das Schwert der Eroberer mit der Mystik der Anden verflicht.

Hier ist die Geschichte einer jahrhundertealten Legende, in der sich das Schwert der Eroberer mit der Mystik der Anden verflicht.

Die Nacht, in der der Reiter blieb Die Geschichte beginnt in einer Zeit, als Männer von jenseits der Meere mit Kreuz und Schwert kamen, um die Neue Welt zu unterwerfen.

Die Nacht, in der der Reiter blieb
Die Geschichte beginnt in einer Zeit, als Männer von jenseits der Meere mit Kreuz und Schwert kamen, um die Neue Welt zu unterwerfen.

Es war eine pechschwarze, eisige Nacht auf dem Plateau. Nur das dumpfe Schlagen von Pferdehufen durchbrach die Stille. Ein spanischer Reiter kämpfte sich durch die unbarmherzige Andenlandschaft, als die Natur ihre volle Wucht entfesselte: Ein sintflutartiger Regen brach los, Blitze zuckten wie glühende Peitschen vom Himmel und der Donner erschütterte die Erde.

Es war eine pechschwarze, eisige Nacht auf dem Plateau. Nur das dumpfe Schlagen von Pferdehufen durchbrach die Stille. Ein spanischer Reiter kämpfte sich durch die unbarmherzige Andenlandschaft, als die Natur ihre volle Wucht entfesselte: Ein sintflutartiger Regen brach los, Blitze zuckten wie glühende Peitschen vom Himmel und der Donner erschütterte die Erde.

Inmitten des Chaos passierte das Missgeschick: Der Reiter stieg ab, um einem dringenden Ruf der Natur zu folgen. Ein besonders heftiger Blitzschlag erschreckte die Pferde so sehr, dass sie in die Dunkelheit flohen.

Inmitten des Chaos passierte das Missgeschick:
Der Reiter stieg ab, um einem dringenden Ruf der Natur zu folgen. Ein besonders heftiger Blitzschlag erschreckte die Pferde so sehr, dass sie in die Dunkelheit flohen.

Plötzlich war der stolze Eroberer allein – schutzlos ausgeliefert der tödlichen Kälte der Puna. Auf einem steilen Pfad stolperte er hinab in das Tal des heutigen Pumpuri. Im fahlen Licht der Blitze erspähte er eine kleine Siedlung und ein Lehmhaus (Adobe), das etwas größer war als die anderen. Er trat ein, spürte die rettende Wärme – und ging nie wieder weg.

Vom verschollenen Reiter zum "Tata Bombori" Jahrhunderte vergingen. Die Geschichte des Reiters wurde zur Legende, bis eine Gruppe von Bergleuten in der Nähe der alten Siedlung auf etwas Unglaubliches stieß: Sie fanden eine Heiligenfigur inmitten der Felsen. Sie stellte genau jenen mysteriösen Wanderer dar – allerdings ohne Pferd.

Vom verschollenen Reiter zum "Tata Bombori"
Jahrhunderte vergingen. Die Geschichte des Reiters wurde zur Legende, bis eine Gruppe von Bergleuten in der Nähe der alten Siedlung auf etwas Unglaubliches stieß: Sie fanden eine Heiligenfigur inmitten der Felsen. Sie stellte genau jenen mysteriösen Wanderer dar – allerdings ohne Pferd.

Die Minenarbeiter brachten die Figur zurück nach Pumpuri, genau in jenes Lehmhaus, das dem Reiter einst Schutz geboten hatte. Seit diesem Tag lebt er dort aus freiem Willen als Tata Bombori (Santiago Peregrino).

Die Minenarbeiter brachten die Figur zurück nach Pumpuri, genau in jenes Lehmhaus, das dem Reiter einst Schutz geboten hatte. Seit diesem Tag lebt er dort aus freiem Willen als Tata Bombori (Santiago Peregrino).

Er ist kein gewöhnlicher Heiliger. Sein Anblick im Inneren des Hauses ist imposant und ein wenig unheimlich:

In der rechten Hand hält er die Bibel.

In der linken Hand funkelt ein Schwert.

Auf seiner Brust prangen das Herz Jesu und der Mond der Jungfrau Maria, meisterhaft in Silber gearbeitet.

Ruß, Wunder und die Furcht vor dem Zorn
Die Hingabe der Pilger im Juni und Juli kennt keine Grenzen. Weil über die Jahre so viele Kerzen für den Heiligen angezündet wurden, brannte das ursprüngliche Lehmhaus irgendwann komplett ab. Die Dorfbewohner bauten prompt ein neues, moderneres Backsteinhaus direkt daneben. Doch Tata Bombori dachte gar nicht daran umzuziehen – er blieb treu in den rauchgeschwärzten Überresten seines gewählten Zuhauses.

Die Wände sind heute tiefschwarz vom Ruß der Kerzen, was dem Ort eine fast greifbare, mystische Energie verleiht. Wer hier eintritt, tut dies oft auf Knien, geplagt von Sorgen oder erfüllt von tiefer Dankbarkeit.

Das Ritual des Synkretismus
Die Wallfahrt, die am 25. Juli im Fest des Santiago Apóstol gipfelt, ist eine berauschende Mischung aus katholischem Glauben und indigenen Traditionen:

Die Ch'alla: Pilger bringen ihre neuen Autos mit, um sie rituell mit Alkohol zu bespritzen (ch'allaren), damit Tata Bombori sie auf den gefährlichen Bergstraßen beschützt.

Die Ch'alla: Pilger bringen ihre neuen Autos mit, um sie rituell mit Alkohol zu bespritzen (ch'allaren), damit Tata Bombori sie auf den gefährlichen Bergstraßen beschützt.

Die Opfergaben: Neben Kerzen und Gebeten werden dem Heiligen zu Ehren sogar Lämmer geopfert.

Das Fest: Nach den stillen Gebeten in der gemütlichen, kerzenerwärmten Hütte explodiert das Dorf förmlich in Messen, Prozessionen, folkloristischen Tänzen und farbenfrohen Jahrmärkten.

Ein Gott, den man besser nicht erzürnt
Celso Durán, ein Kameramann der Regierung von Potosí, durfte die Figur für eine Dokumentation aus nächster Nähe betrachten und aus ihrer schützenden Urne nehmen lassen. Er bestätigt: „Da wurde mir klar, dass die Menschen die Wahrheit sagen. Von diesem Ort geht eine Energie aus, die man nur versteht, wenn man mit Glauben dorthin geht.“

Doch Vorsicht ist geboten. Während Tata Bombori im Ruf steht, Krankheiten zu heilen und materiellen Wohlstand zu schenken, hat er auch eine dunkle Seite. Im Gegensatz zu seinem "Bruder", dem Santiago de Chaquí (der auf einem weißen Pferd reitet und den Teufel zertrampelt), straft Tata Bombori diejenigen, die sich schlecht benehmen oder respektlos sind, gnadenlos ab. Die Gläubigen tun alles, um seinen Zorn nicht zu erregen.

Am Ende des Tages, wenn der Alkohol fließt, die Tänzer erschöpft sind und die Kälte der Nacht wieder über Pumpuri hereinbricht, wacht Tata Bombori in seiner rußigen Hütte weiter über die Ärmsten der Berge Boliviens – genau so, wie er es sich vor Jahrhunderten in jener Sturmnacht ausgesucht hat.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Mit Ihrem Smartphone bequem spenden – so einfach geht’s: Es ist bereits ein Betrag von 50 Euro voreingestellt, den Sie direkt und unkompliziert mit Ihrer Banking-App auf dem Smartphone überweisen können. Damit möchte ich Ihnen einen neuen, besonders komfortablen Weg anbieten, eine Spende zu tätigen. Die Empfängerdaten sind identisch mit den Angaben, die Sie im oberen Bereich über dem QR-Code auf dem Bild finden. Möchten Sie einen anderen Betrag spenden, können Sie den Überweisungsträger über den untenstehenden Link individuell ausfüllen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und dass Sie diese neue Möglichkeit ausprobieren möchten!

Mit Ihrem Smartphone bequem spenden – so einfach geht’s: Es ist bereits ein Betrag von 50 Euro voreingestellt, den Sie direkt und unkompliziert mit Ihrer Banking-App auf dem Smartphone überweisen können. Damit möchte ich Ihnen einen neuen, besonders komfortablen Weg anbieten, eine Spende zu tätigen. Die Empfängerdaten sind identisch mit den Angaben, die Sie im oberen Bereich über dem QR-Code auf dem Bild finden. Möchten Sie einen anderen Betrag spenden, können Sie den Überweisungsträger über den untenstehenden Link individuell ausfüllen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und dass Sie diese neue Möglichkeit ausprobieren möchten!