
Heute bin ich wieder dort wo ich meinen Weg als Priester begonnen habe
Padre Hernán Tarqui
Seit seiner Priesterweihe wirkt Padre Hernán Tarqui für die Ärmsten in den Bergen Boliviens. Sein Weg führte ihn in abgelegene Quechua-Gemeinden, in die Grenzstadt Villazón und später nach Ravelo, Esmoraca, Macha und Bombori. Im Mittelpunkt seiner Mission stehen persönliche Begegnungen, die Ausbildung von Katecheten und ein lebendiger Glaube an Jesus Christus.

Fest der Jungfrau von Candelaria in Macha Bolivien. Besuchen sie uns bei unseren Festen es ist etwas ganz besonderes.
Die erste Mission: San Pedro de Macha
Nur eine Woche nach meiner Priesterweihe wurde ich zum Pfarrer von „San Pedro“ de Macha, nördlich von Potosí, ernannt. Zur Pfarrei gehörten 67 Quechua-sprechende Gemeinden, in denen Kultur und traditionelle Bräuche bis heute lebendig sind.
Ich beschloss, jede Familie persönlich zu besuchen und ihr in ihrem Zuhause zu begegnen. Mein Ziel war einfach: Die Menschen sollten Jesus kennenlernen, mit ihm leben und ihn lieben. Mit Gottes Hilfe und der Unterstützung der örtlichen Katecheten konnte ich diese Besuche innerhalb von zwei Jahren abschließen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Ausbildung von Katecheten. Sie ermutigen die Menschen in ihren Dörfern und tragen dazu bei, dass der Glaube an den auferstandenen Jesus Christus lebendig bleibt.

„Nuestra Señora del Carmen“ in Villazón
Villazón: Kirche in einer vielfältigen Grenzstadt
Am 15. März 2009 wurde ich als Pfarrer der Gemeinde „Nuestra Señora del Carmen“ in Villazón eingeführt. Die kleine Grenzstadt mit 33 Gemeinden unterschied sich stark von Macha: Menschen aus La Paz, Oruro, Potosí, Tarija und Chuquisaca bringen ihre unterschiedlichen Kulturen und Bräuche mit.
Viele Einwohner suchen hier nach einer besseren Zukunft. Da Villazón direkt an Argentinien grenzt, ist der Alltag stark vom grenzüberschreitenden Handel und auch vom Schmuggel geprägt. Diese besondere Situation verlangte eine neue Form der Seelsorge.
Eine meiner wichtigsten Initiativen war die Gründung kirchlicher Basisgemeinschaften. Sie geben der Kirche vor Ort bis heute Kraft und Leben. Aus ihren Reihen sind zahlreiche Katecheten hervorgegangen.
Die Mission von Esmoraca und Villazón
Seit meiner Ankunft in Villazón verband mich mit Pater Dietmar, meinem engsten priesterlichen Nachbarn, eine vertrauensvolle Freundschaft. Oft sprachen wir offen über unser Priesterleben. Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich eines Tages seine Nachfolge antreten und die von ihm begonnene Missionsarbeit in Esmoraca fortführen würde.

Esmoraca: Nach dem Tod meines Freundes übernahm ich dessen große Pfarrei zusätzlich als Administrator
Nun ist diese Aufgabe mir anvertraut. Ich nehme sie dankbar an – mit meinen Fehlern und Schwächen. Meine pastorale Arbeit wird nicht genau so aussehen wie die von Pater Dietmar, denn das Missionsgebiet rund um Villazón und Esmoraca ist inzwischen stark gewachsen. Mit der Zahl der Gemeinden wachsen auch ihre Bedürfnisse. Deshalb danke ich allen, die diese Missionen begleiten und unterstützen.

Fest des Erzengel Michael in Ravelo Bolivien

Die Pfarrkirche von Ravelo Bolivien
Neue Wege: Ravelo, Macha und Bombori
19. Februar 2022: In Anlehnung an die Lehre Jesu – „Auch den anderen Städten muss ich die frohe Botschaft vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt“ – übernahm ich eine neue Mission in Ravelo, nördlich von Potosí. Von dort sandte ich Grüße und Segen an alle meine Brüder und Schwestern in Christus.
1. Februar 2023: Übernahme der Pfarreien San Pedro de Macha und Bombori in Bolivien

Der Kreuzweg Christi wird hier in Macha mit Passionsspielen nachvollzogen
Im Dienst für die Ärmsten in Bolivien
Padre Hernán Tarqui steht im Dienst der Menschen in den Bergen Boliviens. Seine Mission lebt von Nähe, Glauben und Gemeinschaft. Möge der Gott des Lebens alle Unterstützerinnen und Unterstützer mit reichem Segen erfüllen.
Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens
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