Montag, 23. Februar 2026

Stimmen aus der Stille

Warum Zuhören das wichtigste Werkzeug von Padre Hernán Tarqui ist.
In den schroffen Höhen der bolivianischen Anden, wo die Luft dünn und das Leben oft hart ist, geht es bei der Arbeit von Padre Hernán Tarqui um weit mehr als nur um materielle Hilfe. Wenn er die abgelegenen Bergdörfer besucht, hat er ein Werkzeug im Gepäck, das in unserer lauten Welt oft unterschätzt wird: Das ehrliche Zuhören.

Warum Zuhören das wichtigste Werkzeug von Padre Hernán Tarqui ist In den schroffen Höhen der bolivianischen Anden, wo die Luft dünn und das Leben oft hart ist, geht es bei der Arbeit von Padre Hernán Tarqui um weit mehr als nur um materielle Hilfe. Wenn er die abgelegenen Bergdörfer besucht, hat er ein Werkzeug im Gepäck, das in unserer lauten Welt oft unterschätzt wird: Das ehrliche Zuhören.

Das Echo der Berge – Mehr als nur Stille
In einer Zeit, in der fast jeder versucht, lauter als der andere zu sein, fühlen sich viele Menschen – besonders in den vergessenen Regionen der Welt – unsichtbar. Ihre Stimmen verhallen ungehört. Für Padre Hernán ist das Zuhören daher kein passiver Akt, sondern das Herzstück seines Dienstes für die Ärmsten.

„Das Zuhören schafft Vertrauen und öffnet die Türen für ehrliche und offene Gespräche.“

Warum ein offenes Ohr Türen öffnet
Wenn Padre Hernán die Familien in den Bergen besucht, geht es zuerst darum, präsent zu sein. Hier sind drei Gründe, warum dieser Ansatz die Gemeinschaft in Bolivien nachhaltig stärkt:

Validierung: Wenn Sorgen und Ängste ernst genommen werden, spüren die Menschen: Ich bin wichtig. Meine Geschichte zählt.

Vertrauensbasis: Erst durch das Zuhören entsteht ein geschützter Raum. Ohne dieses Fundament bleibt jede Hilfe oberflächlich.

Gemeinschaftssinn: Das Gefühl, verstanden und unterstützt zu werden, schweißt die Menschen zusammen. Es verwandelt individuelle Not in kollektive Stärke.

Ein Dienst auf Augenhöhe
Padre Hernán zeigt uns, dass echte Unterstützung dort beginnt, wo man das eigene Sprechen pausiert. In den ehrlichen Gesprächen mit den Familien werden nicht nur Probleme gewälzt, sondern auch Hoffnung gesät. Es ist der Beweis, dass eine helfende Hand immer an ein offenes Ohr gekoppelt sein sollte.

Das Beispiel aus den Bergen Boliviens lehrt uns: Manchmal ist das wertvollste Geschenk, das wir einem Mitmenschen machen können, schlichtweg unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Helfen Sie mit, um unser Ziel zu verwirklichen. Über den folgenden Link können Sie ein Überweisungsformular vervollständigen und in Farbe ausdrucken oder den QR-Code scannen und mit ihrer Banking App direkt einen Betrag von 50 Euro spenden. Das macht für sie am wenigsten Arbeit LOL. [Da die Aufgaben enorm sind freuen wir uns natürlich auch auf größere Beträge]

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Sonntag, 22. Februar 2026

Karneval in Huancarani

Nachgelegt: Karneval in Huancarani (Provinz Chayanta - Potosí - Bolivien)

Hallo zusammen!
​Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen und euch noch einmal mit in meine Heimat nehmen. Ich habe euch ein paar Bilder vom Karneval in meinem Heimatort Huancarani mitgebracht. Genau wie bei euch in Deutschland oder anderswo auf der Welt gilt auch bei uns: Jeder Ort feiert ein bisschen anders und hat seine ganz eigenen, unverwechselbaren Traditionen.

Hallo zusammen! ​Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen und euch noch einmal mit in meine Heimat nehmen. Ich habe euch ein paar Bilder vom Karneval in meinem Heimatort Huancarani mitgebracht. Genau wie bei euch in Deutschland oder anderswo auf der Welt gilt auch bei uns: Jeder Ort feiert ein bisschen anders und hat seine ganz eigenen, unverwechselbaren Traditionen.

Eine tiefe Verbindung zur Pachamama
​Wenn wir in den Anden Karneval feiern, geht es nicht nur um Kostüme und Musik. Unser Fest hat eine tiefe spirituelle Bedeutung und ist untrennbar mit der Pachamama – unserer Mutter Erde – verbunden.

Eine tiefe Verbindung zur Pachamama ​Wenn wir in den Anden Karneval feiern, geht es nicht nur um Kostüme und Musik. Unser Fest hat eine tiefe spirituelle Bedeutung und ist untrennbar mit der Pachamama – unserer Mutter Erde – verbunden.

Zu dieser Zeit im Jahr bringen wir ihr kleine Opfer dar (oft Ch'alla genannt), um uns für ihre Gaben, den Regen und die Ernte zu bedanken. Es ist ein Moment des Respekts und der Dankbarkeit gegenüber der Natur, die uns ernährt.

Chicha: Der Geschmack des Karnevals ​Was bei einem echten Fest in unserer Region natürlich unausweichlich ist: Es wird Chicha getrunken!

Chicha: Der Geschmack des Karnevals
​Was bei einem echten Fest in unserer Region natürlich unausweichlich ist: Es wird Chicha getrunken!

​Dieses traditionell gebraute Maisbier gehört einfach dazu. Es schmeckt nicht nur besonders, sondern das gemeinsame Trinken ist ein Symbol der Gemeinschaft. Man teilt es miteinander, stößt auf das Leben an und lässt die Sorgen des Alltags für eine Weile hinter sich.

​Dieses traditionell gebraute Maisbier gehört einfach dazu. Es schmeckt nicht nur besonders, sondern das gemeinsame Trinken ist ein Symbol der Gemeinschaft. Man teilt es miteinander, stößt auf das Leben an und lässt die Sorgen des Alltags für eine Weile hinter sich.

Der schönste Teil: Geschichten von früher ​Das absolute Highlight für mich ist jedoch der Ausklang des Festes. Wenn die wilden Tänze ruhiger werden, setzen wir uns alle zusammen.

Der schönste Teil: Geschichten von früher
​Das absolute Highlight für mich ist jedoch der Ausklang des Festes. Wenn die wilden Tänze ruhiger werden, setzen wir uns alle zusammen.

In dieser gemütlichen Runde passiert die wahre Magie: Die Älteren fangen an, Geschichten von früher zu erzählen. Man lauscht den Legenden, lacht über alte Erinnerungen und spürt, wie die Geschichte unseres Dorfes von Generation zu Generation weitergetragen wird.

Ich hoffe, diese kleinen Einblicke in den Karneval von Huancarani haben euch gefallen!

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Samstag, 21. Februar 2026

Wochenende voller Begegnungen und Herzenswärme

Gedanken von Padre Hernán Tarqui für Freunde und alle, die es noch werden möchten

Hallo liebe Freundinnen und Freunde, liebe neu Dazugekommene!
Wieder einmal steht das Wochenende vor der Tür – und ich möchte diesen Moment nutzen, um euch ganz persönliche Grüße zu senden. Nach intensiven Tagen im Dienst in den Bergen Boliviens spüre ich, wie wichtig es ist, zwischendurch innezuhalten und das Herz sprechen zu lassen.

Foto: mit Blick auf meinen Heimatort Huancarani Bolivien
Foto: mit Blick auf meinen Heimatort Huancarani Bolivien

Auf meiner Rückfahrt von Cochabamba machte ich einen Abstecher in Huancarani, das kleine Dorf, in dem ich geboren wurde. Vielleicht kennt ihr solche Orte: Einfache Häuser, vertraute Gesichter, Berge, die wie alte Freunde am Horizont stehen. In Huancarani ist für mich die Zeit irgendwie stehen geblieben – und doch pulsiert dort das Leben auf eine ganz besondere Weise.

Der Austausch mit meiner Familie in diesen vertrauten Mauern hat mir wieder einmal gezeigt, wie wertvoll diese Nähe ist. Alte Geschichten, gemeinsames Lachen, ein stiller Blick – das alles fühlt sich an wie Balsam für meine Seele. Gerade in Momenten, in denen der Alltag herausfordert, sind solche Begegnungen ein wahrer Schatz und schenken Kraft für alles, was kommt.

Diese Momente sind für mich der eigentliche Brennstoff für die Seele. Sie erinnern mich daran, was wirklich zählt: Miteinander, Geborgenheit, ein offenes Ohr und ein herzliches Lachen. Ich wünsche euch, dass auch ihr am Wochenende solche Augenblicke findet, in denen ihr euch einfach fallen lassen könnt.

Erholt euch gut, genießt die kleinen und großen Freuden, und sammelt Energie für die bevorstehende – vielleicht arbeitsreiche – Woche. Lasst uns gemeinsam aus jedem Tag das Beste machen!

Mit herzlichen Grüßen aus den Bergen Boliviens,
Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Freitag, 20. Februar 2026

Vierzig Tage Fastenzeit

Vierzig Tage Fastenzeit in Worten: Christliche Traditionen und Osterfeierlichkeiten in Macha Bolivien

Wie Glaube, Gemeinschaft und gelebte Bräuche das Osterfest prägen Die Fastenzeit ist für viele Christinnen und Christen eine besondere Zeit des Jahres, die zur Besinnung, zum Gebet und zur bewussten Umkehr einlädt. Jahr für Jahr beginnt sie am Aschermittwoch, wenn das Aschekreuz auf der Stirn ein sichtbares Zeichen für Buße und Neuanfang setzt. Diese 40-tägige Periode, in der Sonntage traditionell nicht mitgezählt werden und sich dadurch auf 46 Kalendertage erstreckt, erinnert an die biblische Zeit, in der Jesus in der Wüste fastete.

Wie Glaube, Gemeinschaft und gelebte Bräuche das Osterfest prägen
Die Fastenzeit ist für viele Christinnen und Christen eine besondere Zeit des Jahres, die zur Besinnung, zum Gebet und zur bewussten Umkehr einlädt. Jahr für Jahr beginnt sie am Aschermittwoch, wenn das Aschekreuz auf der Stirn ein sichtbares Zeichen für Buße und Neuanfang setzt. Diese 40-tägige Periode, in der Sonntage traditionell nicht mitgezählt werden und sich dadurch auf 46 Kalendertage erstreckt, erinnert an die biblische Zeit, in der Jesus in der Wüste fastete.

Viele Gläubige nutzen diese Wochen, um auf Genussmittel wie Fleisch, Süßes oder Alkohol zu verzichten. Doch die Fastenzeit ist mehr als Verzicht: Sie ist eine Einladung zur inneren Reinigung, zur Reflexion über das eigene Leben und zur Stärkung der Beziehung zu Gott. Wohltätige Werke und gemeinschaftliches Gebet gehören ebenso dazu wie das Nachdenken über den eigenen Lebensweg.

Viele Gläubige nutzen diese Wochen, um auf Genussmittel wie Fleisch, Süßes oder Alkohol zu verzichten. Doch die Fastenzeit ist mehr als Verzicht: Sie ist eine Einladung zur inneren Reinigung, zur Reflexion über das eigene Leben und zur Stärkung der Beziehung zu Gott. Wohltätige Werke und gemeinschaftliches Gebet gehören ebenso dazu wie das Nachdenken über den eigenen Lebensweg.

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche – eine Zeit, in der die letzten Tage Jesu intensiv nacherlebt werden. Die Gemeinde feiert den Einzug Jesu in Jerusalem, gedenkt am Gründonnerstag seines letzten Abendmahls und hält am Karfreitag inne, um seine Kreuzigung zu betrauern. Der stille Karsamstag schließlich ist geprägt von der Erwartung der Auferstehung, die in der Osternacht mit dem Entzünden der Osterkerze symbolisch gefeiert wird.

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche – eine Zeit, in der die letzten Tage Jesu intensiv nacherlebt werden. Die Gemeinde feiert den Einzug Jesu in Jerusalem, gedenkt am Gründonnerstag seines letzten Abendmahls und hält am Karfreitag inne, um seine Kreuzigung zu betrauern. Der stille Karsamstag schließlich ist geprägt von der Erwartung der Auferstehung, die in der Osternacht mit dem Entzünden der Osterkerze symbolisch gefeiert wird.

Der Ostersonntag ist der Höhepunkt dieser bewegenden Wochen. Die Freude über die Auferstehung Jesu erfüllt die Kirchen und Häuser, und festliche Gottesdienste sowie gemeinsame Mahlzeiten bringen Familien und Freunde zusammen.

Der Ostersonntag ist der Höhepunkt dieser bewegenden Wochen. Die Freude über die Auferstehung Jesu erfüllt die Kirchen und Häuser, und festliche Gottesdienste sowie gemeinsame Mahlzeiten bringen Familien und Freunde zusammen.

In Macha, einer Gemeinde mit lebendiger Tradition, nehmen die Feierlichkeiten einen ganz besonderen Stellenwert ein. Wie in Oberammergau in Deutschland werden auch hier alljährlich Passionsspiele aufgeführt, die das Leiden und Sterben Jesu eindrucksvoll darstellen. Diese Aufführungen sind das Ergebnis tiefen Engagements der lokalen Gemeinschaft und bieten Zuschauern eine ergreifende spirituelle Erfahrung.

In Macha, einer Gemeinde mit lebendiger Tradition, nehmen die Feierlichkeiten einen ganz besonderen Stellenwert ein. Wie in Oberammergau in Deutschland werden auch hier alljährlich Passionsspiele aufgeführt, die das Leiden und Sterben Jesu eindrucksvoll darstellen. Diese Aufführungen sind das Ergebnis tiefen Engagements der lokalen Gemeinschaft und bieten Zuschauern eine ergreifende spirituelle Erfahrung.

Doch die Osterzeit in Macha ist weit mehr als ein Theaterspektakel. Prozessionen, gemeinschaftliche Gebete und festliche Gottesdienste prägen das Bild der Feiertage. Die Menschen kommen zusammen, um zu singen, zu beten und die Bedeutung von Ostern im gemeinsamen Miteinander zu erleben. Die Bräuche und Traditionen stärken das Gefühl der Zusammengehörigkeit und feiern das kulturelle Erbe der Region.

Doch die Osterzeit in Macha ist weit mehr als ein Theaterspektakel. Prozessionen, gemeinschaftliche Gebete und festliche Gottesdienste prägen das Bild der Feiertage. Die Menschen kommen zusammen, um zu singen, zu beten und die Bedeutung von Ostern im gemeinsamen Miteinander zu erleben. Die Bräuche und Traditionen stärken das Gefühl der Zusammengehörigkeit und feiern das kulturelle Erbe der Region.

Ostern in Macha ist damit nicht nur ein religiöses Fest, sondern auch ein Fest der Gemeinschaft. Es verbindet Generationen, lädt zum Innehalten ein und erinnert an die Kraft gemeinsamer Rituale. Die Fastenzeit und das Osterfest geben Raum für Spiritualität, für Begegnungen und für die Freude an gelebtem Glauben.

Ostern in Macha ist damit nicht nur ein religiöses Fest, sondern auch ein Fest der Gemeinschaft. Es verbindet Generationen, lädt zum Innehalten ein und erinnert an die Kraft gemeinsamer Rituale. Die Fastenzeit und das Osterfest geben Raum für Spiritualität, für Begegnungen und für die Freude an gelebtem Glauben.

So werden diese besonderen Wochen für viele Menschen zu einer Zeit der Erneuerung – im Glauben, im Miteinander und in der Freude über das Leben.

So werden diese besonderen Wochen für viele Menschen zu einer Zeit der Erneuerung – im Glauben, im Miteinander und in der Freude über das Leben.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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