Samstag, 10. Oktober 2026

Liebe Freunde der Mission

Ein Bild das mich noch in den Bergen in Sur Lipez zeigt
Ein Bild das mich noch in den Bergen in Sur Lipez zeigt

San Pedro de Macha

ist der Hauptort des Kantons Macha im Municipio San Pedro de Macha in der Provinz Chayanta. Der Ort liegt auf 3.524 m Höhe am Río Grande. Flussaufwärts heißt dieser Fluss Río Jachcha Kallpa. Flussabwärts fließt er über den Río Tres Mojones, den Río Chayanta und den Río San Pedro in den bolivianischen Río Grande. Rund um den Ort steigen Bergrücken auf über 3.700 m an. In der Region leben viele Quechua: Im benachbarten Municipio Colquechaca sprechen 78 Prozent der Menschen Quechua.

Ich suche immer Unterstützer und Sponsoren, die meine Arbeit hier in den Bergen im Norden der Provinz Chayanta möglich machen. Im Moment geht es vor allem um die Mobilität: Mein Toyota braucht dringend neue Reifen. Die Regenzeit steht bevor, und die Menschen rechnen weiterhin mit meinen Besuchen. Das gilt besonders für die Schulen, die auf mich als Vermittler ihrer Unterstützung warten. Mit den abgefahrenen Reifen, die jetzt drauf sind, kann ich bei Regen sicher kein Rennen gewinnen. Ich müsste ausscheiden.

Oft gibt es hier keine Brücken so müssen wir direkt durch den Fluss fahren
Oft gibt es hier keine Brücken so müssen wir direkt durch den Fluss fahren

Steckbrief San Pedro de Macha

  • Höhe 3.524 m
  • Postleitzahl 05-0401-0202-6001
  • Telefonvorwahl +591
  • Koordinaten 18° 49′ S, 66° 2′ W

Meine Bitte an Sie

Mit einem neuen Satz geländetauglicher Reifen komme ich auch in der Regenzeit sicher über die schlammigen Bergpisten zu den Dörfern und Schulen. Dafür brauche ich insgesamt 1000 Euro:

150 Euro kostet ein Reifen.
1000 Euro mindestens kosten vier Reifen inklusive Montage und neuer Bremsbeläge.
Jeder Beitrag hilft, egal ob Sie einen ganzen Reifen übernehmen oder einen kleinen Teil davon. Die Reifen sollten möglichst bis November montiert sein, bevor der große Regen kommt.

Ich halte Sie auf dem Laufenden und schicke Ihnen gern ein Foto, wenn der Toyota mit den neuen Reifen wieder unterwegs ist. So hat jeder seine Sorgen, und Ihre sind sicher auch nicht klein. Umso mehr freue ich mich, dass Sie trotzdem zu mir halten. Von Herzen: Vergelt’s Gott!

Herzliche Grüße

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Mit Ihrem Smartphone bequem spenden –   so einfach geht’s: Es ist bereits ein Betrag von 50 Euro vor eingestellt, den Sie direkt und unkompliziert mit Ihrer Banking-App auf dem Smartphone überweisen können. Damit möchte ich Ihnen einen neuen, besonders komfortablen Weg anbieten, eine Spende zu tätigen. Die Empfängerdaten sind identisch mit den Angaben, die Sie im oberen Bereich über dem QR-Code auf dem Bild finden. Möchten Sie einen anderen Betrag spenden, können Sie den Überweisungsträger über den untenstehenden Link individuell ausfüllen.

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Freitag, 9. Oktober 2026

Ein besonderer Moment für Campaya

Mit großer Freude heißen wir Jula Julas in unserer Gemeinde willkommen. Ein neuer Abschnitt beginnt, voller Begegnungen, Hoffnung und Gemeinschaft. 🤝❤️

Mit großer Freude heißen wir Jula Julas in unserer Gemeinde willkommen. Ein neuer Abschnitt beginnt, voller Begegnungen, Hoffnung und Gemeinschaft. 🤝❤️

Jula-Julas sind traditionelle Anden-Blasinstrumente

und ein Musikstil aus dem Hochland von Bolivien (insbesondere aus Nord-Potosí und Cochabamba).


Ankunft der Jula Julas

Merkmale der Jula-Julas

Das Instrument:

Es handelt sich um offene Röhrenflöten (Aerophone) aus Schilfrohr (cañahueca). Sie sind meist in Gruppen von drei bis fünf verschiedenen Längen bzw. Größen gebaut.

Spielweise (Hocketus):

Eine einzelne Jula-Jula besitzt nur wenige Töne. Um eine vollständige Melodie zu spielen, müssen die Musiker im sogenannten Hocketus-Prinzip (Stimmenverflechtung) zusammenwirken: Jeder Spieler hat nur einen Teil der Töne und spielt abwechselnd mit den anderen, sodass erst im Zusammenspiel die Melodie entsteht.

Musikalischer Charakter:

Die Musik ist oft energisch, pentatonisch und tief in der indigenen Kultur und Kosmologie verwurzelt.


Die Gemeinde Campaya empfängt Jula Julas mit offenen Armen. Ein Tag voller Freude, Zusammenhalt und besonderer Erinnerungen. 🌿✨

Anlässe und Rituale:

Sie werden traditionell bei landwirtschaftlichen Arbeiten (wie Aussaat und Ernte), rituellen Festen und Übergangsriten gespielt – oft zwischen Februar und April sowie beim bekannten Cruz-de-Mayo-Fest im Mai

Jula-Julas sind traditionelle Panflöten (Sikuris) sowie ein damit verbundenes Musik- und Tanzgenre, die aus den Anden stammen – genauer gesagt aus dem Norden von Potosí in Bolivien.

Instrumente und Struktur:

Aufbau: Die Instrumente bestehen aus komplementären Paaren oder Gruppen von drei bis vier Rohren (cañahueca).


Möge dieser Besuch Begegnungen schaffen, Herzen verbinden und unvergessliche Erinnerungen hinterlassen.

Größen und Bezeichnungen (vom größten zum kleinsten):

  • Jula-Jula Orkho: Das größte Instrument und der musikalische Taktgeber.
  • Jula-Jula Mali: Die mittlere Größe
  • „Jula-Jula Likuliku“ bedeutet auf Aymara „kleiner Stern“.
  • Jula-Jula-Chili: Das kleinste Instrument.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Donnerstag, 8. Oktober 2026

Virgen del Rosario in Campaya

🌹Ein Fest der Farben, Tradition und tiefen Anden-Spiritualität

🌹Ein Fest der Farben, Tradition und tiefen Anden-Spiritualität

Comunidad Campaya, 7. Oktober – Norte de Potosí, Bolivien

Wenn im Norden von Potosí der Oktober beginnt, erwacht die Andenwelt zu einem besonderen Rhythmus. In der Comunidad Campaya, einem kleinen, aber lebendigen Dorf im Hochland, feiern die Menschen das Fest der Virgen del Rosario – ein Tag, an dem Glaube, Musik, Farben und jahrhundertealte Traditionen miteinander verschmelzen.

Wenn im Norden von Potosí der Oktober beginnt, erwacht die Andenwelt zu einem besonderen Rhythmus. In der Comunidad Campaya
Wenn im Norden von Potosí der Oktober beginnt, erwacht die Andenwelt zu einem besonderen Rhythmus. In der Comunidad Campaya

Dieses Fest ist weit mehr als ein liturgischer Anlass. Es ist ein Ausdruck der Identität der Gemeinschaft, ein Moment, in dem die Menschen ihre Wurzeln sichtbar tragen – im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Kleidung spielt eine zentrale Rolle.

Es ist ein Ausdruck der Identität der Gemeinschaft, ein Moment, in dem die Menschen ihre Wurzeln sichtbar tragen
Es ist ein Ausdruck der Identität der Gemeinschaft, ein Moment, in dem die Menschen ihre Wurzeln sichtbar tragen

🎨 Die Kleidung: Ein Spiegel der Herkunft – Macha und Pocoata im Vergleich

Wer die Anden kennt, weiß: Kleidung ist hier nicht nur Schutz vor Wind und Kälte. Sie ist Sprache, Geschichte, Zugehörigkeit. Und sie unterscheidet sich von Region zu Region oft deutlich.

Kleidung ist hier nicht nur Schutz vor Wind und Kälte
Kleidung ist hier nicht nur Schutz vor Wind und Kälte

Dunkle, erdige Farben im Sektor Macha

Im Gebiet von Macha – einer Region, die für ihre starken indigenen Traditionen bekannt ist – dominieren dunklere Farbtöne.

Die Textilien sind oft in Braun-, Schwarz- und tiefen Rotnuancen gehalten. Diese Farben spiegeln die Landschaft wider: die dunklen Böden, die kargen Hügel, die rauen Nächte des Altiplano.

Die Kleidung wirkt würdevoll, ernst, fast meditativ. Sie erzählt von einer Kultur, die tief in der Erde verwurzelt ist.

Ganz anders zeigt sich die Kleidung aus dem Gebiet Pocoata.
Ganz anders zeigt sich die Kleidung aus dem Gebiet Pocoata.

Farbenfrohe, leuchtende Kleidung aus Pocoata

Ganz anders zeigt sich die Kleidung aus dem Gebiet Pocoata. Hier sind die Stoffe heller, lebendiger, farbenfroher – kräftige Rot-, Gelb-, Grün- und Blautöne, oft in kunstvollen Mustern verwoben. Die Menschen tragen ihre Farben wie ein Lächeln, das schon von weitem sichtbar ist.

Die Dörfer schmiegen sich an die Hänge der Berge
Die Dörfer schmiegen sich an die Hänge der Berge

Die Fotos, die ich geschickt habe, stammen genau aus dieser Region: Pocoata – und man erkennt es sofort an der Leuchtkraft der Stoffe.

Der Unterschied – mehr als nur Mode

Diese Unterschiede sind nicht zufällig. Sie haben kulturelle, historische und sogar spirituelle Bedeutung:

  • Macha: Traditionell konservativer, stärker an rituellen und historischen Mustern orientiert.

  • Pocoata: Offener für farbliche Vielfalt, oft mit Einflüssen aus benachbarten Ayllus und Tälern.

Beide Stile sind Ausdruck von Identität – und beide werden mit Stolz getragen.

Die Hänge in einem erdigen rotbraun die Menschen so bunt wie man nur sein kann
Die Hänge in einem erdigen rotbraun die Menschen so bunt wie man nur sein kann

🌄 Das Fest in Campaya – Gemeinschaft, Musik und tiefer Glaube

Am 7. Oktober versammelt sich die gesamte Comunidad Campaya, um die Virgen del Rosario zu ehren. Schon früh am Morgen hört man die ersten Trommeln, die Quenas und Charangos. Frauen tragen ihre besten Polleras, Männer ihre traditionellen Ponchos und Monteras.

Die Prozession

Die Statue der Virgen wird mit Blumen, Kerzen und bunten Tüchern geschmückt. Kinder laufen voraus, die Älteren folgen in ruhigem Schritt. Die Luft ist dünn, aber die Stimmung ist warm.

Das gemeinsame Festessen

Wie überall im Norte de Potosí wird gemeinsam gekocht:
Lama- und Schaffleisch, verschiedene Kartoffelsorten – darunter Chuño –, Mais und die unverzichtbare Chicha.

Bevor getrunken wird, opfert man die ersten Tropfen der Pachamama – ein Akt der Dankbarkeit und Bitte um Schutz.

Musik und Tanz

Die Musikgruppen spielen stundenlang. Die Menschen tanzen in langen Reihen, drehen sich im Kreis, lachen, feiern. Es ist ein Fest, das die Gemeinschaft stärkt – ein Fest, das zeigt, wie lebendig die Traditionen der Anden sind.

Die gefährlichen Wege machen eine Beschützerin geradezu notwendig
Die gefährlichen Wege machen eine Beschützerin geradezu notwendig

🌹 Die spirituelle Bedeutung der Virgen del Rosario

Für die Menschen in Campaya ist die Virgen del Rosario nicht nur eine Heilige. Sie ist Beschützerin, Begleiterin, Mutter.

Viele Familien erzählen Geschichten von Heilungen, von Schutz auf gefährlichen Wegen, von Hoffnung in schweren Zeiten.

Ihr Fest ist ein Moment, in dem die Gemeinschaft innehält und sich daran erinnert, dass Glaube und Tradition im Norden von Potosí untrennbar miteinander verbunden sind.

✨ Ein Fest, das verbindet

Die Virgen del Rosario in Campaya ist ein Fest der Farben, der Musik, der Gemeinschaft – und ein Fest, das die Unterschiede der Regionen sichtbar macht, ohne sie zu trennen.

Ob dunkle Kleidung aus Macha oder farbenfrohe Trachten aus Pocoata: Am 7. Oktober stehen alle gemeinsam vor der Virgen, vereint im Glauben und in der Freude.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Von Haus zu Haus

Warum persönliche Mission heute wichtiger ist, denn je
Warum persönliche Mission heute wichtiger ist, denn je

Warum persönliche Mission heute wichtiger ist, denn je

Die Haus‑zu‑Haus‑Mission bleibt eine der stärksten Formen der Evangelisierung. Persönliche Begegnungen schaffen Vertrauen, öffnen Herzen und bringen das Evangelium dorthin, wo Menschen wirklich leben. Wer Mission ernst nimmt, verlässt die Komfortzone, hört zu, begleitet und trägt Gottes Liebe in die Familien hinein.

Oft sind die Wege lang und anstrengend und manchmal ist sogar eine Übernachtung unter den Sternen notwendig.
Oft sind die Wege lang und anstrengend und manchmal ist sogar eine Übernachtung unter den Sternen notwendig.

Der Alltag eines Missionars ist oft herausfordernd –

lange Wege, schwierige Bedingungen, wenig Komfort. Doch gerade diese Opfer machen die Botschaft glaubwürdig. Wo echte Nähe entsteht, kann der auferstandene Christus als Fürst des Friedens wirken und Hoffnung schenken.

Aktive Mission bedeutet: aufbrechen, zuhören, dienen und das Wort Gottes mit Mut und Liebe teilen. So bleibt der Glaube lebendig und verwandelt Gemeinden von innen heraus.

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