Bolivien ist ein vielseitiger Binnenstaat in Südamerika, der für seine extremen Höhenlagen, die Anden, den Amazonas-Regenwald und die größte Salzwüste der Welt bekannt ist.
Bolivien eine Zusammenfassung
Präkolumbische Zeit (bis 1538) Tiwanaku-Kultur:
Erstes großes Machtzentrum am Titicacasee.
Blütezeit: Zwischen 300 und 1000 nach Christus.
Inka-Reich: Eroberung der Region im 15. Jahrhundert.
Spanische Kolonialzeit (1538–1825)
Silberrausch: Entdeckung der riesigen Silberminen in Potosí (1545).
Ausbeutung: Zwangsarbeit der indigenen Bevölkerung (Mita-System).
Verwaltung: Region hieß damals „Alto Perú“ (Oberperu).
Unabhängigkeit und Gebietsverluste (1825–1935)
Gründung: Unabhängigkeit im Jahr 1825 durch Simón Bolívar.
Salpeterkrieg: Bolivien verliert 1884 den Meereszugang an Chile.
Chaco-Krieg: Paraguay gewinnt 1935 weite Teile des Chaco-Gebiets
Revolution und Militärdiktaturen (1952–1982)
Revolution 1952: Einführung des allgemeinen Wahlrechts und Landreform.
Instabilität: Jahrzehnte geprägt von wechselnden Militärputschen.
Demokratisierung: Rückkehr zur zivilen Regierung im Jahr 1982
Moderne Geschichte (ab 2006)
Evo Morales: Erster indigener Präsident Boliviens (2006–2019).
Neuer Name: Umbenennung in „Plurinationaler Staat Bolivien“ (2009).
Gegenwart: Politische Polarisierung zwischen Sozialisten und Konservativen.
Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens
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