Sonntag, 19. April 2026

Mein Wort zum Sonntag

Warum das „Ich“ den Frieden blockiert:

Bildung als Weg zur Bescheidenheit Wir leben in einer Zeit, in der uns ständig vermittelt wird, wir müssten die „Besten“, die „Größten“ oder die „Schlausten“ sein. Erfolg wird oft mit Dominanz gleichgesetzt. Doch wenn wir ehrlich sind: Hat uns diese Einstellung jemals wirklichen Frieden gebracht?

Bildung als Weg zur Bescheidenheit
Wir leben in einer Zeit, in der uns ständig vermittelt wird, wir müssten die „Besten“, die „Größten“ oder die „Schlausten“ sein. Erfolg wird oft mit Dominanz gleichgesetzt. Doch wenn wir ehrlich sind: Hat uns diese Einstellung jemals wirklichen Frieden gebracht?

Die Falle des Egos
Der Satz „Ich bin der Größte“ ist der Anfang vom Ende des Miteinanders. Wer sich selbst über andere stellt, erschafft Mauern. Frieden auf Erden und das Streben nach persönlicher Vorherrschaft schließen sich gegenseitig aus. Denn wo einer „der Größte“ sein will, müssen andere „kleiner“ gemacht werden.

Die Falle des Egos Der Satz „Ich bin der Größte“ ist der Anfang vom Ende des Miteinanders. Wer sich selbst über andere stellt, erschafft Mauern. Frieden auf Erden und das Streben nach persönlicher Vorherrschaft schließen sich gegenseitig aus. Denn wo einer „der Größte“ sein will, müssen andere „kleiner“ gemacht werden.

Wahrer Frieden braucht keinen Thron. Er braucht Raum zum Atmen, zum Geben und zum Zuhören.

Bildung: Die Waffe, die keine Wunden schlägt
Ich sage oft: Bildung ist die stärkste Waffe. Aber wofür nutzen wir sie?

Nutzen wir sie, um uns über andere zu erheben?
Oder nutzen wir sie, um die Komplexität der Welt zu verstehen und zu erkennen, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind?

Es gibt keine echte Veränderung ohne Bildung. Aber die wichtigste Lektion der Bildung sollte nicht die Anhäufung von Wissen sein, sondern die Entwicklung von Charakter. Wahre Bildung führt zur Einsicht, dass wir nur Gäste auf diesem Planeten sind.

Wer wird in Zukunft Platz haben?
Die Geschichte lehrt uns, dass aggressive Forderungen und grenzenloses Ego langfristig in den Abgrund führen. Wer nur für sich fordert, zerstört die Ressourcen – sowohl die materiellen als auch die zwischenmenschlichen.

„Nicht wer sich selbst für den Größten hält, sondern wer zurückhaltend ist, gibt und nicht fordert, wird weiter auf unserem Planeten Platz haben.“

Das ist kein Plädoyer für Schwäche
Im Gegenteil: Es erfordert enorme Stärke, sich zurückzunehmen, anderen den Vortritt zu lassen und einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten, ohne sofort eine Gegenleistung zu verlangen.

Fazit: Ein neuer Weg
Veränderung beginnt im Kopf. Wenn wir Bildung als Werkzeug verstehen, um unser Ego zu zähmen und unsere Empathie zu stärken, dann – und nur dann – haben wir eine Chance auf echten Frieden.

Wir müssen aufhören, „der Größte“ sein zu wollen, und anfangen, „der Hilfreichste“ zu sein. Denn am Ende des Tages bietet die Erde genug für unser aller Bedarf, aber nicht für unser aller Gier.

Was denkst du? Ist Bescheidenheit in unserer heutigen Leistungsgesellschaft überhaupt noch möglich, oder müssen wir das Bildungssystem radikal umdenken, um diesen Werten wieder Platz zu machen? Schreib es mir in die Kommentare!

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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