Mittwoch, 4. Dezember 2013

Ein gewöhnlicher Arbeitstag in Esmoraca

Pünktlich um 8:00 Uhr wird der Strom abgestellt, da an "trifásico" gearbeitet wird ... gegen 9:00 Uhr kommt dann kaum noch ein Tropfen Wasser aus der Leitung, was unsere Blumen und den Gemüsegarten sehr traurig stimmen. Auf Grund der täglichen Hitze sollte gegossen werden. Die Arbeiter, die die Stützmauern an der Außenwand der Kirche verputzen, freuen sich darüber auch nicht, denn zum Zement Anmachen braucht man eben Wasser. 
 
Viele meiner Arbeiter sind heute nicht präsent. Dn. Edgar, der Turnero, fährt mit seinem Laster von Dienstagabend bis Freitagmorgen immer nach Tupiza. Dn. Miguel muss die Abi-Feier seines Sohnes vorbereiten. Sergio ist für eine Woche in den Bergen beim Goldwaschen ... ja, und der Mateo schläft heute wohl seinen Rausch aus. Gestern ging in Mojinete ein Fußballturnier zu Ende. 
 
Der Huguito schafft aber trotz Bauchweh. Zum Arzt kann er nicht gehen, da dieser zusammen mit der Krankenpflegerin auf Lehrgang in Tupiza ist. Franz, das "Mädchen für alles", flickt mit "caña" geschickt den Gartenschlauch. Später wird er zu Mittag kochen. Heute Abend wollen wir dann die Erstkommunionfeier und Firmung in Mojinete nachholen. Am Sonntag war das nicht möglich, da die lieben Leut' die beweglichen Kirchenbänke zum Fußballplatz geschafft hatten. Dort will man ja auch gemütlich sitzen. Am Nachmittag fuhr ich dann mit Huguito nach Mojinete, wo im kleinen Krankenhaus 2 Ärztinnen präsent waren. Sie stellten mit "Diagnosenblick" eine Salmonellenerkrankung fest. Ansonsten war Mojinete noch voller Besoffener anlässlich des Fußballturniers ... ob ich da heute Abend die Erstkommunionsfeier und Firmung nachholen kann, bleibt noch offen. Nun, bei uns kann der Pfarrer eben was berichten.

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