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Donnerstag, 27. Februar 2014

Internetbüro in freier Natur auf 38oom

Wenn das Auto kaputt ist fahre ich eben mit dem geliehenen Motorrad zum Entel-Point
Wenn das Auto kaputt ist fahre ich eben mit dem geliehenen Motorrad zum Entel-Point
Heute etwas warm am Point Entel in purer Hochlandsonne und das das Internet ging heute flott vermutlich wegen dem Sonnenschein. Der Entelpoint liegt auf den Bergen auf halber Strecke zwischen Esmoraca und Mojinete. Hier erledige ich meine Aufgaben die eine Verbindung mit dem Internet bedürfen in Gottes freier Natur mit Blick auf die Mobilfunkstelle in Mojinete. In Esmoraca haben wir bis jetzt noch keinen direkten Internetzugang und vieles muss auch via Kurzwelle gehen wenn die Entel-Funkstelle nicht geht. Auch das gehört zu meiner Arbeit, Euch in der Heimat an unserem Leben im Hochland von Bolivien teilnehmen zu lassen.
die neue Brücke vor Mojinete, die Auffahrt durch Hochwasser weggerissen
die neue Brücke vor Mojinete, die Auffahrt durch Hochwasser weggerissen
Kirchplatz in Mojinete so wird auch der Kirchplatz von Esmoraca für die Menschen gestaltet. Kirche als Treffpunkt im Dorf und Wohlfühlpunkt.
Kirchplatz in Mojinete so wird auch der Kirchplatz von Esmoraca für die Menschen gestaltet. Kirche als Treffpunkt im Dorf und Wohlfühlpunkt.
Nachdem uns das Vorderrad am Toyo abgefallen ist und nicht alle zur Reparatur nötigen Ersatzteile vorrätig sind warten wir bis am Freitag die benötigten Teile aus Tupiza ankommen.
Nachdem uns das Vorderrad am Toyo abgefallen ist und nicht alle zur Reparatur nötigen Ersatzteile vorrätig sind warten wir bis am Freitag die benötigten Teile aus Tupiza ankommen.
Kirchenhühner bei der Arbeit, sie inspizieren die von uns in Handarbeit hergestellte Regenrinne vor der Montage am Kirchendach.
Kirchenhühner bei der Arbeit, sie inspizieren die von uns in Handarbeit hergestellte Regenrinne vor der Montage am Kirchendach.
Sebastian in der Kiste oder bolivianischen Laufstall
Sebastian in der Kiste oder bolivianischen Laufstall

Dienstag, 25. Februar 2014

Sonntagsausflug nach Mojinete

Ausflug am letzten Sonntag
Ausflug am letzten Sonntag
Bei herrlichem Sommerwetter, also wolkenlosem Himmel, kamen Hugo mit Frau und Kindern schon früh ins Pfarrhaus und wir beschlossen, einen Sonntagsausflug 'gen Mojinete zu starten. Unterwegs kabelten wir noch den Prof. Helmuth mit 2 neuen Lehrerinnen des Colegio auf. Eine davon ist die neue Religionslehrerin, diesmal von "unserer Seite". Sie ist zudem die Tochter des Besitzers des Weingutes "Aranjuez" bei Tarija, mein Mess- und Tischwein. Nach Mojinete rein kamen wir mit dem Auto aber nicht, der Fluss hatte, wie's Foto zeigt, eine Auffahrtsrampe mitgenommen. Auf unserem Spaziergang durch Mojinete trafen wir noch den Schuldirektor, der gehört zur evangelischen Gruppe "Cristo libre", sowie seinen Seelenführer, den Pastor Ramón. Letzter meinte, um an seinem Gottesdienst teilzunehmen, müssten wir früher kommen. Neben den Präsidenten des Stadtrates trafen wir zum Abschluss noch die Ärztin vom Hospital. Der Papa der Paula, Hugo, ist nebenbei bemerkt, seit heute Elternbeiratsvorsitzender vom Colegio. Mateu, der auch bei der Renovation der Pfarrkirche mitarbeitet, ist der neue Schatzmeister vom Colegio. Bescheiden gesagt, nach "Jahren der Dürre" haben wir es wieder "im Griff".
Wenn das Auto kaputt ist fahre ich eben mit dem geliehenen Motorrad zum Entel-Point
Wenn das Auto kaputt ist fahre ich eben mit dem geliehenen Motorrad zum Entel-Point

Rundbrief Esmoraca im März 2014

Erfreulicherweise war das Auto im Fluss aber nicht das der Pfarrei
Erfreulicherweise war das Auto im Fluss aber nicht das der Pfarrei
Liebe Missionsfreunde
Was uns derzeit alle betrifft, ob Pfarrer, „Minero“ oder Landwirt, sind die der Regenzeit eigenen heftigen Regenfälle mit Blitzeinschlägen und Erdrutschen. Diese machen das Autofahren, wie’s Foto oben zeigt, oft zu einem Abenteuer. Erfreulicherweise war das Auto im Fluss aber nicht das der Pfarrei. Wir hatten am selben Tag ebenfalls den Fluss „Cucho“ passiert, waren aber vorsichtiger und so auch erfolgreicher gewesen. Bei solchen Wasserständen fährt man schon mal nicht in der Nacht und nie gegen die Strömung, sondern mit der Strömung. Der Chauffeur, ein Ingenieur, wird es gelernt haben.
Wir im Pfarrhaus bekamen aber auch unser Fett ab. Die ersten Blitzeinschläge in den 30 m hohen Turm mit der FM- sowie der TV-Antenne sowie in den Turm mit dem Beam (Richtantenne für Amateurfunk) verliefen glimpflich, auch weil an den Sendern die Antennen gezogen waren. Dann überraschte uns ein schweres Gewitter und der Blitz schlug bei eingesteckten Antennen wiederum ein, was trotz Blitzableiter zu Schäden an den Geräten führte. Als ich nach dem Blitzeinschlag ins Radio- und TV-Zimmer eilte, ließ mich der Geruch verschmorter Kabel schon Böses ahnen. Die folgenden Tage fuhr ich dann mit dem Auto voller Geräte zu meinem Radio- und Fernsehtechniker nach Tupiza. Der nahm die beschädigten Geräte lächelnd entgegen und meinte nur: „Davon lebe ich.“ Wie wir inzwischen wissen, war der Schaden durch Überspannungen aber nicht so groß. Das FM-Radio „San Francisco“ ertönt schon wieder.
Viel schlimmer war, was mit der kleinen Paula, dem Töchterchen einer meiner Kirchenarbeiter, vor Weihnachten passierte. Beim Spielen war sie in einen stacheligen Churqui-Strauch gefallen und ist seither auf einem Auge blind. Da unsere Leute normalerweise nicht krankenversichert sind, musste ich natürlich auch für die Fahrt der Familie nach La Paz sowie die dortigen Untersuchungen finanziell mithelfen. Es ist aber noch nicht abgeklärt, ob eine Operation der Kleinen wird helfen können.
Seit Anfang Februar hat der Schulunterricht wieder begonnen, in Esmoraca allerdings mit dreiwöchiger Verspätung. Unsere Mädchen und Jungs nehmen es eben nicht so genau mit Terminen. Groß war meine Erleichterung gewesen, als ich erfahren hatte, dass der Religionslehrer, der der Maranatha-Sekte angehört, nicht mehr nach Esmoraca zurückkehrt. Er hatte seinen Unterricht skrupellos missbraucht, um für seine religiöse Gruppe Werbung zu betreiben. Da die meisten Elternpaare bei uns einfache Leute sind, sich mit Lehrern also nicht anlegen wollen und können, und der Schuldirektor kein Rückgrat hatte, war mein Protest immer verpufft. Der Religionsunterricht an staatlichen Schulen wird überkonfessionell erteilt und hat nichts mit Kirche zu tun. Die neue Religionslehrerin gehört jetzt aber, humorvoll gesagt, „unserem Lager“ an und ihr Vater ist zudem der Besitzer des Weingutes „Aranjuez“ bei Tarija, von wo ich meinen Mess- und Tischwein beziehe; besser konnte es nicht kommen. Die neue Reli-Lehrerin war auch meine Schülerin an der Lehrerausbildungsstätte in Llica. So folgen nach dürren Jahren wieder fette.
Für Esmoraca neue Lehrer zu gewinnen, ist recht schwierig, da keiner am „Ende der Welt“ leben möchte. Zudem sind die Lehrerunterkünfte mehr als bescheiden. Die Zimmerchen sind klein wie Gefängniszellen, die vom Collegio müssen 200 m zum Klo laufen, und ebenso wenig gibt es Duschen.
die neue Sakriste
die neue Sakriste
Dank der Weihnachtsspenden lieber Freunde in der Heimat, nähert sich die Renovierung der Pfarrkirche ihrem Ende, auch wenn noch einiges zu tun ist. Auf dem Foto oben kann man die neue Sakristei bestaunen. In den rechten Kirchturm hat schon zweimal der Blitz eingeschlagen, dank der gut installierten Blitzableiter aber ohne Schaden anzurichten. Hugo, der Papi der auf einem Auge blinden Paula, pinselt an den beiden Seitenaltären als Restaurator. Im Collegio war er der beste Schüler im Fach „Bildende Künste“. Und er hat in der Tat spitze Ideen. Bei der Renovierung der Pfarrkirche in Tupiza kamen die Restauratoren aus Cochabamba und waren entsprechend teuer. Dann steht noch ein Keramik-Fußboden an, Regenrinnen müssen aufgehängt und die Kirche außen weiß gemalt werden. Der Altar bekommt eine Marmorplatte aus Uyuni. Torbogen und Anpflanzen von Blümchen werden dann das Werk beenden. Bis zum Einweihungsfestle wird es also noch etwas dauern.
Die im letzten Rundbrief erwähnte Rallye-Dakar führte schließlich doch an Talina, wo mein 2. Pfarrhaus steht, vorbei, allerdings nur mit Motorrädern und Vierradgeländewägelchen. Da die Fahrtrouten aus Wettergründen immer erst am Vorabend bekannt gegeben wurden, konnten wir uns das Spektakel nicht anschauen. In Talina befindet sich das Pfarrhaus in schlechtem Zustand und an der Frontseite der an sich schönen Kirche fallen Mauerbrocken runter. Doch zunächst wird das Kirchenprojekt in Esmoraca beendet und dann sehen wir weiter. Auf 2 Hochzeiten kann man nicht tanzen.
Das vierteljährliche Treffen der Pastoralzone Süd, eine Art Dekanatstreff, wird im Mai zum ersten Mal in Esmoraca stattfinden. So werden bei dieser Gelegenheit die lieben Mitbrüder unsere schlechten Straßen kennenlernen.
Soviel der Neuigkeiten, die euch zeigen, dass ich wohlauf und mit Freude bei der Arbeit bin. Allen, die meine Missionsarbeit im Gebet begleiten und materiell mittragen, sage ich an dieser Stelle wieder ein HERZLICHES VERGELT’S GOTT!
Euch allen wünsche ich besinnliche Tage in der österlichen Bußzeit sowie ein frohes und gesegnetes OSTERFEST.
„Con saludos cordiales“ und in Dankbarkeit P. Dietmar, Esmoraca Bolivien

Da meine pastoral-soziale Missionsarbeit auch von Missionsspenden abhängt, erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der neuen SEPA-Bestimmungen mit IBAN und BIC auch die Missionsprokur Knechtsteden eine neue Kontoverbindung hat.

Für Missionsspenden zugunsten einer vielseitigen und lebendigen Pfarrarbeit, wozu auch die Renovierung der Pfarrkirche gehört
Missionsprokur Knechtsteden, Postbank Köln, IBAN: DE30 3701 0050 0000 4645 00
BIC: PBNKDEFF

mit Vermerk: für P. Dietmar, Bolivien. (unbedingt angeben!!!).

Sollte es mit der Spendenbescheinigung nicht klappen, schickt Frau Bachfeld von der Missionsprokur, Tel.: 02133-869144 oder Email: bachfeld@spiritaner.de auf Anfrage dann die gewünschte Bescheinigung

Email: dietkraemer@yahoo.de und Website: www.esmoraca-bolivia.org
und natürlich im FACEBOOK: www.facebook.com/cp4pg
Für Besuche ohne Anmeldung: www.facebook.com/Esmoraca
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Donnerstag, 13. Februar 2014

Viel zu tun in Esmoraca

Zwei meiner Jungs sind in der Kirche derzeit als Restaurateure tätig
Zwei meiner Jungs sind in der Kirche derzeit als Restaurateure tätig
Morgen muss es wieder nach Tupiza gehen, wo ich meinen Radiotechniker Immanuel habe
Morgen muss es wieder nach Tupiza gehen, wo ich meinen Radiotechniker Immanuel habe
Morgen muss es wieder nach Tupiza gehen, wo ich meinen Radiotechniker Immanuel habe. Der freut sich schon auf die Arbeit dank durch Blitzeinschlag beschädigter Apparate. Heute Morgen haben wir mit Freude festgestellt, dass der FM-Sender von „Radio San Francisco“ vom Blitz unbehelligt blieb, also funktioniert. Zwei meiner Jungs sind in der Kirche derzeit als Restaurateure der beiden Seitenaltäre tätig. Dafür waren bei der Restaurierung der Kirche in Tupiza Spezialisten aus Cochabamba angereist. Aber ich habe den Eindruck, dass es unsere Jungs für Esmoraca recht machen. Ein Taufbecken wird dann auch in „Heimarbeit“ gefertigt werden.

Kirchenrenovation Esmoraca

die Meister bei der Stuckdecke in der Sakristei
die Meister bei der Stuckdecke in der Sakristei
die neue Sakristei
die neue Sakristei
Fertigen von Regenrinnen für das Kirchendach
Fertigen von Regenrinnen für das Kirchendach

Wer könnte sich vorstellen, Pate oder Sponsor zu sein für:

Auf Euern Wunsch habe ich die ungefähren Kosten ermittelt
Wie auf Facebook und meinen WEB-Seite Bericht zu sehen ist haben wir große Fortschritte bei der Renovierung der Pfarrkirche gemacht. Noch fehlt etwas zum Abschließen der Arbeit.
Also, wer sich vorstellen kann als Sponsor von:
1.) Beleuchtung der Kirche (Leuchtmittel etc. ca. 418 Euro)
2.) Marmorplatte für den neuen Altar (400 Euro), kommt aus Uyuni
3.) Neue Kleider für die Heiligen: San Francisco, Santa Barbara, San Antonio de Padua, Santa Cecilia, San Jose, San Pedro und San Juan Bautista möchte nicht in einem Tempel bleiben der renoviert ist mit der alten Kleidung (Kleider sie kosten nicht viel)
4.) Eine neue Tür (330 Euro) wird im Mai benötigt
5.) Wir benötigen 30 neue Kirchenbänke [wird im Mai benötigt]
(eine Bank ca. 50 Euro)
6.) Fliesen für den Fußboden (ca. 470 Euro)
7.) Etc. etc. etc.
Und um das Folgende zu tun:
Wer mit uns für die Pfarrkirche von Esmoraca zusammenarbeiten will, schreibt bitte an meine E-Mail-Adresse: dietkraemer@yahoo.de und teilt mir mit bei welchem Einzelprojekt aus der Liste ihr uns helfen wollt. Dann informiere ich das Euch über Bankkonto der Pfarrgemeinde Esmoraca in Bolivien. Jeder "Pate" wird ein Dankschreiben und eine Quittung für seine Spende bekommen. Die Namen der Wohltäter werden auf einer Gedenktafel, die am Eingang des Tempels aufgehängt wird veröffentlicht.
Mit freundlichen Grüßen
P. Dietmar Kramer,
Pfarrer von Esmoraca und Talina und vieler kleiner Bergdörfer im Süden von Bolivien

Missionsspenden

Für Missionsspenden zugunsten einer vielseitigen und lebendigen Pfarrarbeit, einschließlich der Instandsetzung der Pfarrkirche von Esmoraca: Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist, Postbank Köln IBAN: DE30 3701 0050 0000 4645 00 BIC: PBNKDEFF mit Vermerk: für P. Dietmar, Bolivien. Sollte es mit der Spendenbescheinigung nicht klappen, schickt Frau Bachfeld von der Missionsprokur, Tel.: 02133-869144 oder Email: bachfeld@spiritaner.de auf Anfrage dann die gewünschte Bescheinigung.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Tod durch Blitzschlag in Esmoraca

Wiederum 2 Blitzeinschläge, am gestrigen späten Nachmittag telefonierte ich noch per Handy vom Hügel in der Nähe von Mojinete mit P. Claus in San Pablo und Bernd Adelmann in Offenburg, auf der Rückfahrt nach Esmoraca kam ich dann schon in einen schweren Hagelschauer. Ja, und die Blitze kamen von der Mine „Pueblo Viejo“ immer näher. Sehr bedauerlich, dass eine Frau kurz vor Esmoraca von einem Blitz erschlagen wurde. Ja, und dann schlug er in den 30 m hohen FM-Turm ein und kurz darauf in den Turm mit dem Beam, also der Amateurfunkantenne. Letzter Einschlag war recht spektakulär, den es zischte auch aus einer Steckdose ein kleiner Feuerball durch die Kirche. Erster Einschlag richtete dafür Schäden im Radiozimmer an. 
Franz bewundert die vom Hagel durchlöcherten Blatter der Sonnenblumen
Franz bewundert die vom Hagel durchlöcherten Blatter der Sonnenblumen
morgendliche Bestandsaufnahme der Blitzschäden, was Laien eben machen können
morgendliche Bestandsaufnahme der Blitzschäden, was Laien eben machen können
der Hl. Franz freut sich über die Hagelkörner
der Hl. Franz freut sich über die Hagelkörner
der Beam wird mit Stockschlägen repariert
der Beam wird mit Stockschlägen repariert

Samstag, 8. Februar 2014

Viel Arbeit in Talina

Einige Arbeiter aus Esmoraca auf dem Dach des Pfarrhauses in Talina, bei starkem Regen lief das Wasser ins Pfarrbüro rein.
Einige Arbeiter aus Esmoraca auf dem Dach des Pfarrhauses in Talina, bei starkem Regen lief das Wasser ins Pfarrbüro rein.
die Pfarrkirche in Talina
die Pfarrkirche in Talina
Prozession in Talina
Prozession in Talina
Meine Begleitmannschaft beim "Straßenbau" in Talina
Meine Begleitmannschaft beim "Straßenbau" in Talina
Am späten Nachmittag sind wir wieder gut via Tupiza nach Esmoraca zurückgekehrt. Diesmal brauchten wir nur 4 1/2 Stunden

Montag, 3. Februar 2014

Ein schweres Gewitter

Gewitter über Esmoraca
Gewitter über Esmoraca
Der heutige Tag hat sonnig begonnen, bis dass am Abend dann wieder ein schweres Gewitter mit Hagel und Blitzen über Esmoraca runterging. Ein Blitz, es war natürlich keiner wie in Rio de Janeiro, schlug in den Antennenturm des Kurzwellen Beams ein, der andere wie immer in den rechten Kirchturm, beide ohne Schaden anzurichten. Morgen geht es nach Talina, wo “Nuestra Señora de Copacabana” gefeiert wird. Ich nehme Don Miguel mit, den pensionierten Chef der Minenwerkstatt. Er muss 4 Türen in Talina schließfähig machen. In der Regenzeit verziehen sich unsere Holztüren und schließen nicht mehr. Gerade noch rechtzeitig vorm Regen war das Dach der neuen Sakristei mit Wellblech gedeckt.

Sonntag, 2. Februar 2014

Darstellung des Herrn

Fahrt zur Mine Candelaria
Fahrt zur Mine Candelaria
verschneiter Hausberg von Esmoraca
verschneiter Hausberg von Esmoraca
Zum Fest in der Mine Candelaria gehört natürlich auch eine Prozession
Zum Fest in der Mine Candelaria gehört natürlich auch eine Prozession
Es gab in Esmoraca auch einen schönen Regenbogen
Es gab in Esmoraca auch einen schönen Regenbogen
Regenbogen über der Pfarrkirche von Esmoraca vom Sportplatz aus gesehen
Regenbogen über der Pfarrkirche von Esmoraca vom Sportplatz aus gesehen
vorne kann man die fast fertige Sakristei sehen
vorne kann man die fast fertige Sakristei sehen
Sonntag 02,02,2914 “Darstellung des Herrn”
Um 5:30 Uhr sprang ich aus den Federn und es empfing mich in wolkenloser blauer Himmel. Zum Frühstück um 6:00 Uhr trudelten dann meine 5 jugendlichen Begleiter ein und es ging zur Mine Candelaria los. Nach 2 ½ Stunden Fahrt waren wir dort. Auf die Frage einiger, „wann beginnt die Messfeier, Padre“ gab es meinerseits die übliche Antwort: „wenn die Leut‘ da sind“. Für 9:00 Uhr war der Gottesdienst vereinbart, so gegen 10:30 Uhr konnte ich beginnen. Wenn ich keine weiteren Verpflichtungen habe, macht mir das wenig aus. Ich vertreibe mir die Zeit eben mit Schwätzchen. Immerhin waren zum Fest der Patronin der Mine auch „hochkarätige“ Ingenieure der Firma präsent und die Kapelle mit Blumengestecken geschmückt. Am Ende des Gottesdienstes standen noch 8 Taufen an und die übliche Prozession mit den Heiligenfigürchen. Und dann möchten die jungen Mineros natürlich gegen die Mannschaft des Padres Fútsal spielen. Dafür hatte ich ja auch die Jungs aus Esmoraca mitgebracht, nicht nur als Chor, auch als Kicker. Ich, bald 60 jung, kickte zweimal eine Spielhälfte mit, die 4.500 m Höhe merkt man allerdings. Nach getaner Arbeit ging es dieselbe Strecke zurück, und wie sollte es auch anders sein, bei Regen kamen wir in Esmoraca an.

Samstag, 1. Februar 2014

Heimfahrt mit Tücken

meine Kirchenarbeiter beim Schaufeln
meine Kirchenarbeiter beim Schaufeln
Der Padre beim Gespräch mit den “Gestrandeten”
Der Padre beim Gespräch mit den “Gestrandeten”
Holz fürs Dach der Sakristei
Holz fürs Dach der Sakristei
da hat sich der Don Edgar schon wieder festgefahren
da hat sich der Don Edgar schon wieder festgefahren
nach Esmoraca geht es den Berg rauf
nach Esmoraca geht es den Berg rauf
noch eine Fahrtstunde nach Esmoraca
noch eine Fahrtstunde nach Esmoraca
Trotz viel Regens sind wir gestern gut von Tupiza nach Esmoraca zurückgekehrt. In Tupiza musste ich Baumaterial für die Sakristei, Farbe zum Malen der Kirchwände und Blechplatten für die Regenrinnen einkaufen, dazu natürlich Benzin, Koch Gas und Lebensmittel, so ist unser Eisschrank hier wieder für eine Woche gefüllt.
Nachdem es gestern die ganze Nacht in Tupiza “durchgeschüttet” hatte, fuhren wir gestern Morgen bei Nieselregen um 10:30 Uhr in Tupiza los, nach Stoßgebeten und Anrufungen vieler Heiligen, die ersten Km auf 4.000 m Höhe bescherten uns dichten Nebel dann näherten wir uns dem Fluss Cucho, wo wir am Mittwoch einen im Fluss “abgesoffenen” Jeep” vorfanden. Wie durch ein Wunder führte dieser aber sehr wenig Wasser. In der Mine Candelaria, wo am Sonntag ein Festgottesdienst stattfinden soll, machten wir kurz halt, “du kommst aber am Sonntag”, war die besorgte Frage der guten Leut, “so GOTT WILL”, antwortete der Padre. Am Río Chuqui trafen wir dann auf die beiden Laster nach Esmoraca, sie hatten schon die Flussausfahrt befahrbar geschaufelt (siehe Foto). Den Fluss von Esmoraca wollte ich nicht mehr rauffahren, da es am Oberlauf stark geregnet hatte. Schnell füllt sich dann der Fluss und wir wären mittendrin gestanden. Also ging die Fahrt über Mojinete, wo ein starker Regen einsetzte. Mit Vierradantrieb kamen wir gegen 17:00 Uhr in Esmoraca an, derweil sich die beiden Turneros (Lastwagen) im Schlamm festgefahren haben, also wieder eine Nacht für die Passagiere auf den feuchtkalten Lastern. Das war der erste Streich, der zweite folgt so gleich …
Heute Morgen, wir wollen ja eine samaritanische Kirche sein, fuhr ich dann mit all meinen Kirchenarbeitern zum Ort, wo die beiden Laster noch im Dreck steckten. Den Blauen zog ich mit unserem Pfarrjeep, der kräftig ist, aus dem Schlamm und dann ging schaufelnd und drückend zum Esmoraca Fluss. Der hatte erfreulicherweise wenig Wasser, so dass der ganze Konvoy gegen Mittag schließlich hupend in Esmoraca einfuhr. Das Ganze hat wieder ‘mal deutlich gemacht, dass die Pfarrei eben aktiver Teil von Esmoraca ist und somit in der Welt ihren “Mann” steht, ganz im Sinne von Papst Franziskus, denke ich.
Im Vergleich zum Norden und Tiefland Boliviens geht es uns im Süden des Landes aber noch gut. Wir leiden zwar auch unter den starken Niederschlägen, haben im Hochland aber keine Überschwemmungen. Heute Abend sollte ein Gottesdienst in Mojinete stattfinden, der aber wegen Trunkenheit des Katecheten abgesagt werden musste. Morgen will die Mine Candelaria in einer Messfeier “Nuestra Señora de Candelaria” feiern, so Gott will, d.h., es nicht zu stark regnet. Auf dem Weg dorthin muss ich mit dem Jeep durch 2 Flüsse fahren. Falls wir fahren, werden mich 5 Jugendliche begleiten. Nach dem Gottesdienst wollen die Mineros ja fútsal gegen eine Mannschaft der Pfarrei spielen … “claro”, dass ich 60 Jahre jung auf 4.500 m Höhe noch mit kicke. Am Monatsende werden immer die Gehälter der Kirchenarbeiter bezahlt, diesmal wird dies auf Sonntag verschoben, denn sonst habe ich morgen niemanden, der mich früh zur Mine Candelaria begleitet.

Nochmals zum Punkt Sponsoren gesucht


Auf Euern Wunsch habe ich die ungefähren Kosten ermittelt…..
Wie auf Facebook und meinen WEB-Seite Bericht zu sehen ist haben wir große Fortschritte bei der Renovierung der Pfarrkirche gemacht. Noch fehlt etwas zum Abschließen der Arbeit.

Also, wer sich vorstellen kann als Sponsor von:
1.) Beleuchtung der Kirche (Leuchtmittel etc. ca. 418 Euro)
2.) Marmorplatte für den neuen Altar (400 Euro), kommt aus Uyuni
3.) Neue Kleider für die Heiligen: San Francisco, Santa Barbara, San Antonio de Padua, Santa Cecilia, San Jose, San Pedro und San Juan Bautista möchte nicht in einem Tempel bleiben der renoviert ist mit der alten Kleidung (Kleider sie kosten nicht viel)
4.) Eine neue Tür (330 Euro) wird im Mai benötigt
5.) Wir benötigen 30 neue Kirchenbänke [wird im Mai benötigt]
(eine Bank ca. 50 Euro)
6.) Fliesen für den Fußboden (ca. 470 Euro)
7.) Etc. etc. etc.

Und um das Folgende zu tun:
Wer mit uns für die Pfarrkirche von Esmoraca zusammenarbeiten will, schreibt bitte an meine E-Mail-Adresse: dietkraemer@yahoo.de und teilt mir mit bei welchem Einzelprojekt aus der Liste ihr uns helfen wollt. Dann informiere ich das Euch über Bankkonto der Pfarrgemeinde Esmoraca in Bolivien. Jeder "Pate" wird ein Dankschreiben und eine Quittung für seine Spende bekommen.
Die Namen der Wohltäter werden auf einer Gedenktafel, die am Eingang des Tempels aufgehängt wird veröffentlicht.

Mit freundlichen Grüßen
P. Dietmar Krämer, Pfarrer